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Lesezeit: 2 min

Nicht wörtlich zu nehmen

Im Frühling 2008 von Dr. Luis Fuchs

Dieser Artikel erschien vor 18 Jahren im Meraner Stadtanzeiger und ist unter Umständen nicht mehr ganz aktuell

Kontrolle. Pate dieser guten alten Redewendung standen die Vertreter des Böttcherhandwerks: Wenn bei Fässern Randeinfassung und Bänder locker geworden waren, fielen die Seitenbretter oder Dauben auseinander.

Die Redewendungen sind ein Sprachschatz eigener Art: Einerseits versinnbildlichen sie Vorstellungen, Gebräuche und Einrichtungen aus früheren Zeiten; andererseits verdeutlichen sie, was jemand hier und heute ausdrücken will. Sie bilden also eine sprachliche Brücke zu kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnissen, die uns häufig schon sehr fremd geworden sind. Insbesondere menschliche Marotten und Unzulänglichkeiten werden in bildhaftem Handlungsbezug veranschaulicht. Auf großem Fuße leben: Der Ausdruck ist gleichbedeutend mit „einen großen Aufwand betreiben“. Man geht auf die im Mittelalter übliche Sitte mancher adeliger Kreise zurück, ihre Würde durch das Tragen langer Schnabelschuhe zum Ausdruck zu bringen. Zu Kreuze kriechen: Diese Redewendung meint heutzutage soviel wie „klein beigeben“. Ursprünglich bezog sie sich auf die Sünder, die am Karfreitag auf allen vieren zum Kreuze kriechen mussten.

Das geht auf keine Kuhhaut: Wer mit diesem Ausdruck seinem Herzen Luft macht, will sagen: Das ist geradezu unglaublich. Ursprünglich verband man mit der Redewendung das so genannte Sündenregister, das zu lang war, um auf einer „Kuhhaut“ Platz zu finden. Man schrieb bereits im Altertum auf enthaarten, geglätteten Tierhäuten.

Nach seiner Pfeife tanzen: Alles tun, was jemand von einem verlangt, meint die Wendung. Sie geht davon aus, dass sich die Tänzer im Allgemeinen nach der Musik richten. Die Pfeife (= Flöte) war früher bei Tanzmusik ein sehr häufig verwendetes Instrument.

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