Zum Piz Chavalatsch
Anfahrt : Durch den Vinschgau bis Spondinig und über Prad Richtung Stilfser Joch bis Gomagoi, dort rechts ab Richtung Stilfs; kurz vor dem Dorf Stilfs führt eine Bergstraße links zu verschiedenen Höfen und weiter Richtung Fragges (Wildgehege), dort Parkmöglichkeiten. Wegverlauf : Vom Parkplatz beim Wildgehege des Nationalparks (1.742 m) wandern wir in der Linkskehre rechts auf einem schmalen Steig (Nr. 2) am Zaun des Geheges entlang kurz etwas steil hinauf und kommen nach mäßig ansteigender Waldquerung zu einem Almweg. Wir wenden uns nach links, gelangen durch den Wald auf freie Wiesen und erreichen nach kurzem Anstieg, vorbei an der Unteren Stilfser Alm, die Obere Stilfser Alm (2.077 m, Einkehrmöglichkeit; ab Parkplatz 1 Stunde). Kurz...
Der Choleraweg in Tramin
Anfahrt : Von Bozen auf der Weinstraße über Eppan und Kaltern nach Tramin; Parkmöglichkeiten unterhalb der Kirche beim Bürgerhaus. Wegverlauf : Am Rathausplatz in Tramin (250 m) wenden wir uns nach Süden und wandern über die J.-v.-Payer-Straße und die J.-v.-Zallinger-Straße hinunter zur Weinstraße. Diese überqueren wir und folgen ein kurzes Stück der Straße Richtung Neumarkt. Bei der ersten Abzweigung biegen wir links in die Steinackerstraße, wenden uns bald noch einmal nach links und folgen der Markierung Nr. 15 und dem Hinweis „Choleraweg“. Auf dem asphaltierten Feldweg wandern wir, alle Abzweigungen missachtend, nördlich geradeaus, vorbei an oberhalb gelegenen Weingärten und den...
Wanderung auf dem Regglberg im Unterland
Anfahrt : Von Auer oder Neumarkt nach Aldein und weiter in Richtung Petersberg bis zum Gasthof „Waldrast“. Auf der Höfestraße, die rechts abbiegt, weiter bis zum ehemaligen Gasthof „Schlögler“ (1.454 m) im Weiler Lärch; hier Parkmöglichkeit. Wegverlauf : Vom Gasthof „Schlögler“ wandern wir auf der Straße kurz weiter und biegen bei einem Bildstock links ab. Nun folgen wir dem Wegweiser „Weißenstein“ und der Markierung Nr. 8 und wandern auf einem breiten, geräumten Weg und bald auf schmalem, gebahntem Steig durch Wald hinauf zum Rand der Lärchenwiesen. An der Wegkreuzung biegen wir links ab. Der Weg führt uns teils ansteigend, teils nahezu eben zu zwei Weggabelungen (beide...
Gartenstadt Meran?
Ob einem Großteil des Meraner Gemeinderates das Bürgerwohl noch am Herzen liegt, ist stark zu bezweifeln. Während Verantwortliche in allen Städten dieser Welt sich den Kopf zerbrechen, wie mehr Grünfläche geschaffen werden kann, beschließt Meran folgendes: Die öffentlich zu errichtenden Grünflächen pro Kopf der Bevölkerung sollen um ca. 15 % verringert werden. Und dies, obwohl am Abend vor dem Beschluss der Klimaforscher Georg Kaser im Meraner Gemeinderat auf die Wichtigkeit der Grünflächen im Kampf gegen die Klimaerwärmung hingewiesen hat. Verantwortungslos und nicht zu fassen! Die Gärten und Parks einer Stadt werden als grüne Lungen bezeichnet. Nun sollen also zukünftig zu errichtende...
Sokrates 6
Sokrates, der konsequente Freund von lebenspraktischer Weisheit und Gerechtigkeit, räumt als erster den Fragen einer sinnvollen, harmonischen Lebensgestaltung absoluten Vorrang ein vor Unergründlicherem wie Metaphysik, Erkenntnistheorie, Ontologie usw. So einer kann nicht nur anregen, sondern auch aufregen. Bis hin zur Anklage und zum Todesurteil als angeblicher Unruhestifter. Aber auch über seine Art Märtyrertod hinaus bleibt der ewige Fragensteller bis heute der größte Provokateur für alle, die andere Prioritäten haben. Zum Beispiel für Friedrich Nietzsche im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Selber ein grandioser Provokateur, bewundert er Sokrates als rhetorischen „Fechtmeister“ und als „Klügsten aller...
Flurnamen - Quellen historischer Forschung
In den folgenden Beiträgen sollen einige Flurnamen von Meran vorgestellt werden. Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs (Besiedlungsgeschichte, Vegetationsgeschichte, Wirtschaftsgeschichte). Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Bei der Behandlung der Namen wird von Gemeindeteil zu Gemeindeteil vorgegangen: beginnend von Gratsch über Meran, Obermais, Labers, Freiberg, Sinich, Hagen und zurück nach Untermais. Als Quelle dienen die in mündlichen Gesprächen abgefragten Namen (Flurnamensammlung Südtirol, die am Landesarchiv in Bozen einsehbar ist), das Werk...
Der Oachner Höfeweg
Anfahrt : Von Blumau im unteren Eisacktal Richtung Völs, nach ca. 2 km rechts ab Richtung Tiers, nach einigen Kehren links ab nach Prösels; große Parkplätze in der Nähe des Schlosses. Wegverlauf : Vom Parkplatz unterhalb von Schloss Prösels (856 m) im gleichnamigen Weiler wandern wir auf dem breiten Weg Nr. 3 (Hinweis Unteraicha) zuerst durch Wiesen, dann durch Wald Richtung Westen leicht abwärts und gelangen nach ca. 20 Minuten zum sogenannten Wirtskeller, wo der Oachner Höfeweg rechts abzweigt. Wir kommen an den Höfen Riefer, Flunger und Dosser vorbei und gelangen zum Buschenschank Tommelehof (Einkehrmöglichkeit nur auf Bestellung) und wenig später zum Buschenschank Gemoanerhof (690 m, Einkehrmöglichkeit bis...
Rundwanderung: Taser – Egger – Gsteier
Anfahrt : Nach Schenna und weiter zur Talstation (827 m) der Seilbahn zum Taser; hier großer Parkplatz; mit der Seilbahn zum Taser. Wegverlauf : Vom Gasthof Taser (1.450 m, Einkehrmöglichkeit) wandern wir auf der Forststraße (Nr. 40, „Taser Höhenweg“) nahezu eben bis zum Greitererhof (1.420 m, Einkehrmöglichkeit) und folgen dann dem schönen Waldsteig (Nr. 40) bis zum Berggasthof Egger (1.505 m; ab Taser ca. 30 Minuten). Auf dem Höhenweg wandern wir eben oder leicht ansteigend weiter durch den Wald. Bald führt uns der schmale, aber sehr gut angelegte Weg hinunter zur Höfegruppe und zum Gasthof Gsteier (1.370 m, Einkehrmöglichkeit; ab Egger gut 1½ Stunden). Nun folgen wir der asphaltierten Zufahrtsstraße...
Vom Gampenpass auf den Großen Laugen
Anfahrt : Von Lana auf der Gampenpassstraße hinauf bis zum Gampenpass (1.518 m); Parkgelegenheit neben der Straße; mit dem Bus von Meran über Lana zum Gampenpass. Wegverlauf : Vom Gampenpass wandern wir auf dem breiten Forstweg bis zur ersten Kurve, nach der rechts der Wanderweg Nr. 133 (= Teil des Bonacossaweges) abzweigt. Auf diesem steigen wir durch Wald und später über Wiesen und felsdurchsetzte Hänge ziemlich steil bergauf und gelangen zum Laugensee (2.182 m). Wir wandern am rechten Seeufer weiter und folgen dann wieder rechts einem nicht markierten, aber gut erkennbaren Weg, auf dem wir zuerst leicht und dann stärker ansteigend über Gras- und Geröllhänge hinaufkommen zu einer Senke nördlich des Gipfelaufbaus. Wir...
Ernährungsweisheiten
„Hierumb so sage ich dir voran das dir nit mer schaden kann An deiner gesuntheit denn zevil unmessigkeit Darumb so fleisse dich hie bey das dein speise und drancke sey Alle zeitte gemessen wol one hunger niemant essen soll“ Im Laufe der Geschichte gab es eine ganze Reihe von verschiedenartigen Vorstellungen, welche Nahrungsmittel besonders bekömmlich und Kraft spendend seien. Vieles ist dabei beachtenswert, manches ist wohl der Rubrik „Aberglauben“ zuzuordnen. So ist überliefert, dass in der „sagenhaften Zeit“ (Ming Wong) der Alt-Chinesen Gärungsprodukte von Körnern und Gemüsesorten als hervorragende Kräftigungsmittel empfohlen wurden. Die Erfinder dieser Rezepturen sollen die...
Flurnamen - Quellen historischer Forschung
Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs. Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Als Quelle dienen die in mündlichen Gesprächen abgefragten Namen (Flurnamensammlung Südtirol, die am Landesarchiv in Bozen einsehbar ist), das Werk „Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gebieten“ des verdienten Hofnamenforschers Josef Tarneller, sowie das Tiroler Ortsnamenbuch von Karl Finsterwalder (als Schlern-Schriften in drei Bänden erschienen). Abkürzung: mda. (= mundartlich) Gilf (Gilf): Die Gilf bildet die enge Felsklamm der...
Waale in Mais
Auf dem nach Süden und Westen offenen, sonnigen Gelände von Mais hat man schon früh mit dem Bau von künstlichen Bewässerungsanlagen begonnen, um die Ernteerträge in den regelmäßig wiederkehrenden sommerlichen Trockenzeiten zu erhöhen. Das Fortleben romanischer Bezeichnungen in unserem Bewässerungswesen weist auf die Römer zurück, die große Erfahrung im Bau von Wasserleitungen mitbrachten und so dazu beitrugen, die damaligen Anla-gen zu verbessern und weiter zu verbreiten; so soll z.B. der Fachausdruck „Waale“ vom lateinischen „aquale“ abstammen. Die erste urkundliche Erwähnung eines Wasserrechts stammt aus dem Jahre 1227, als Graf Ulrich von Ulten sein Was-serbezugsrecht aus dem...





