Der Choleraweg in Tramin
Anfahrt : Von Bozen auf der Weinstraße über Eppan und Kaltern nach Tramin; Parkmöglichkeiten unterhalb der Kirche beim Bürgerhaus. Wegverlauf : Am Rathausplatz in Tramin (250 m) wenden wir uns nach Süden und wandern über die J.-v.-Payer-Straße und die J.-v.-Zallinger-Straße hinunter zur Weinstraße. Diese überqueren wir und folgen ein kurzes Stück der Straße Richtung Neumarkt. Bei der ersten Abzweigung biegen wir links in die Steinackerstraße, wenden uns bald noch einmal nach links und folgen der Markierung Nr. 15 und dem Hinweis „Choleraweg“. Auf dem asphaltierten Feldweg wandern wir, alle Abzweigungen missachtend, nördlich geradeaus, vorbei an oberhalb gelegenen Weingärten und den...
Von Klausen über Albions nach Gufidaun
Anfahrt : Mit dem Zug oder mit dem Auto; Parkplätze an der nördlichen Ortseinfahrt an den Wochentagen kostenpflichtig; Parkplätze am Bahnhof kostenfrei (zum Bahnhof gelangt man, indem man nach der Autobahnausfahrt die Straße Richtung Lajen fährt und dann rechts abbiegt). Wegverlauf : Von der Pfarrkirche in Klausen (517 m) wandern wir über die Brücke zum Andreasplatz, folgen unter der Eisenbahn durch der Markierung Nr. 5 und erreichen auf einem Güterweg in wenigen Minuten den sogenannten Dürerstein, einen Aussichtspunkt über Klausen, von dem bereits der bekannte Maler die Szenerie bewundert hat. Auf dem Weg Nr. 5 steigen wir durch Wald und über Wiesengelände hinauf zum kleinen Dörfchen Albions (890 m,...
Die Kamelie, blütenreich und prächtig
Die Kamelien gehören zu den Teestrauchgewächsen (Theaceae) und sind eng verwandt mit dem Teestrauch (Camellia sinensis), der den Grünen und Schwarzen Tee liefert. Benannt sind sie nach Georg Joseph Kamel (1661–1706), der als Jesuitenpater, Apotheker und Naturforscher auf den Philippinen tätig war. Mehrfach misslang der Versuch, die wertvollen Teepflanzen aus China nach Europa zu holen. Anfang des 18. Jhs. versuchten es Engländer, aber in der Schmuggelware befanden sich Zierkamelien statt der erwarteten Teepflanzen. Sie waren für die Teeproduktion ungeeignet, begeisterten aber durch reiche und schöne Blütenpracht. Gegen Ende des 18. Jhs. waren die Kamelien in ganz Europa verbreitet und im 19. Jh. wurden sie die Modepflanzen in adeligen...
Wenn der Weg selbst das Ziel ist
Neulich wurde über die peinliche Panne berichtet, die einem Rollstuhlfahrer widerfuhr. Der ältere Fahrgast befand sich mit dem Zug auf einer Reise von St. Gallen nach Brixen. Allerdings saßen der Fahrgast und seine Frau dann vier Stunden am Brenner fest. Trotz gültiger Buchung ließen die Anschlusszüge das Ehepaar sitzen, da keine mobile Rampe verfügbar war. Zur Rettung aus der misslichen Lage kamen die Freiwilligen Feuerwehren von Gossensaß und Brixen zu Hilfe. Sie hievten den eingeschränkten Fahrgast in den Zug und in Brixen wieder heraus. Wie kommen wir von A nach B? Die Wendung ist Ausdruck unserer ständigen Mobilität: mit Fahrrad, Auto, Eisenbahn, Aufstiegsanlage und Flugzeug. Wie eine Idee aus ferner Zukunft wirkt die...
Warum Museen Selfie-Verbot erlassen
Museumsbesucher nutzten im Palazzo Maffei von Verona die kurze Abwesenheit des Sicherheitspersonals, um für ein besonderes Foto zu posieren. Ein Tourist setzte sich achtlos auf einen wertvollen Stuhl und zerstörte dabei das Kunstwerk. Es handelte sich um einen Stuhl des Künstlers Nicola Bolla, ein äußerst empfindliches Kunstwerk, das komplett mit hunderten Swarovski-Kristallen besetzt war. Das einzigartige Kunst-Objekt war als Hommage an den von Van Gogh 1888 gemalten Stuhl konzipiert und hatte einen Wert von 15.000 Euro, berichtete die Frankfurter Rundschau. Das Touristen-Pärchen hatte sich eiligst aus dem Staub gemacht. Auf die Respektlosigkeit mancher Museumsbesucher eingehend, forderte die Museumsdirektorin Vanessa Carlon: „Kunst muss...
Editorial 23/2023
Die Agentur Landesdomäne ist mit 1. Jänner 2017 aus der Reorganisation des Versuchszentrums Laimburg und des Landesbetriebes für Forst- und Domänenverwaltung entstanden. Zu ihren Aufgaben zählen die Führung, Verwaltung und Bewirtschaftung des Agrarbetriebes Laimburg mit seinen 20 Gutshöfen, der Gärten von Schloss Trauttmansdorff, dem Forstgarten Aicha und dem Landessägewerk Latemar, der Forstschule Latemar sowie des Forstbetriebes mit dem Aquatischen Artenschutzzentrum (AASZ) in Meran. Zentrale Zielsetzung des AASZ ist der Erhalt und die Förderung der autochthonen Fischfauna sowie des Dohlenkrebses. Ein Großteil der Fische, die von Natur aus in Südtirol vorkommen, darunter die Äsche und die Marmorierte Forelle –...
Wanderung auf dem Regglberg im Unterland
Anfahrt : Von Auer oder Neumarkt nach Aldein und weiter in Richtung Petersberg bis zum Gasthof „Waldrast“. Auf der Höfestraße, die rechts abbiegt, weiter bis zum ehemaligen Gasthof „Schlögler“ (1.454 m) im Weiler Lärch; hier Parkmöglichkeit. Wegverlauf : Vom Gasthof „Schlögler“ wandern wir auf der Straße kurz weiter und biegen bei einem Bildstock links ab. Nun folgen wir dem Wegweiser „Weißenstein“ und der Markierung Nr. 8 und wandern auf einem breiten, geräumten Weg und bald auf schmalem, gebahntem Steig durch Wald hinauf zum Rand der Lärchenwiesen. An der Wegkreuzung biegen wir links ab. Der Weg führt uns teils ansteigend, teils nahezu eben zu zwei Weggabelungen (beide...
Der Algunder Waalweg
Anfahrt : Mit dem Bus oder mit dem Auto nach Algund (355 m); im Dorfzentrum Parkmöglichkeiten. Wegverlauf : Wir gehen zuerst bis zum Kreisverkehr am westlichen Dorfrand und kurz auf der Straße nordwärts, biegen vor der Algunder Sennerei links ab und wandern nun, der Markierung Nr. 7 folgend, auf einem gepflasterten Fußweg zwischen Häusern hinauf zur querenden Straße, überqueren diese, gehen wenige Schritte nach rechts (die Markierung und der Weg nahe am Haus „Obermaratscher“ sind nicht gleich sichtbar) und dann wieder auf dem Fußweg (Nr. 7) bis in die Nähe von Schloss Plars. Hier folgen wir nun an einem Bildstock dem Hinweis „Waalweg“ und gelangen auf einem alten Fußweg zwischen einer Trockenmauer und...
Vom Gampenpass auf den Großen Laugen
Anfahrt : Von Lana auf der Gampenpassstraße hinauf bis zum Gampenpass (1.518 m); Parkgelegenheit neben der Straße; mit dem Bus von Meran über Lana zum Gampenpass. Wegverlauf : Vom Gampenpass wandern wir auf dem breiten Forstweg bis zur ersten Kurve, nach der rechts der Wanderweg Nr. 133 (= Teil des Bonacossaweges) abzweigt. Auf diesem steigen wir durch Wald und später über Wiesen und felsdurchsetzte Hänge ziemlich steil bergauf und gelangen zum Laugensee (2.182 m). Wir wandern am rechten Seeufer weiter und folgen dann wieder rechts einem nicht markierten, aber gut erkennbaren Weg, auf dem wir zuerst leicht und dann stärker ansteigend über Gras- und Geröllhänge hinaufkommen zu einer Senke nördlich des Gipfelaufbaus. Wir...
Schlachthof Meran
Nicht allzu viele Städte können mit einem Jugendstil-Schlachthof aufwarten! Meran schon. 1906 ist das Gebäude des Städtischen Schlachthofs im Areal zwischen Schießstand, Friedhof, Bahnhof und Stadtbahn-Remise errichtet worden, weil seine Vorgänger einem ungetrübten Kurvergnügen stets im Wege standen. Der durchdringende Geruch von Blut und Exkrementen verträgt sich nicht mit dem Lustwandeln der Hautevolee und so ein Schnitzel sehen die meisten von uns auch lieber portioniert im Supermarkt. So sind die Schlachthallen der großen Städte weitab in anonyme Industrievororte verbannt worden, nur das kleine Städtische Schlachthaus mit seinem Wahrzeichen, dem weithin sichtbaren dottergelben Türmchen, ist uns in der Nähe...
Unsichtbare Heldinnen
Am 12. Dezember um 19.00 Uhr eröffnet das Frauenmuseum in Meran eine Ausstellung über das Schicksal der Frauen im 1. Weltkrieg, die in den Kriegsjahren in der Heimat die Aufgaben ihrer an der Front kämpfenden Männer übernehmen mussten. Gezeigt werden originale Objekte, großflächige Fotos aus dem Stadtarchiv, Auszüge aus Zeitungsobjekten und Dokumente aus den Kriegsjahren, die das Leben der Frauen während des Krieges widerspiegeln. Die Historikerin Marion Ladurner (Jahrgang 1990) aus Algund ist eine der Kuratorinnen der Ausstellung. Sie absolviert zurzeit ein Masterstudium in Archivwissenschaften in Wien. Meraner Stadtanzeiger: Wie ist es zur Mitarbeit an dieser Ausstellung gekommen? Marion Ladurner: Die...
Der Eppaner Höhenweg
Anfahrt : Nach St. Michael/Eppan, Parkplätze in der Nähe der Kirche oder bei den Sportanlagen. Wegverlauf : Von den Parkplätzen unweit der Kirche von St. Michael (416 m) wandern wir an der Bibliothek und der Feuerwehrhalle vorbei zu den nahen Sportanlagen, wo der mit Nr. 8B gekennzeichnete Kreuzweg beginnt, auf dem wir in Serpentinen durch Laubwald und Weingüter hinaufgelangen zur Gleifkirche (555 m, daneben der Gletscherschliff, etwas versteckt der Teufelssessel). Auf dem breiten Flurweg erreichen wir ein querendes Sträßchen, auf dem wir links zum Schloss Moos-Schulthaus (Museum) gelangen. Nun folgen wir der Straße (Nr. 540 und zuletzt 7A) leicht ansteigend bis zum Gasthof Steinegger (600 m, Einkehrmöglichkeit, Mittwoch Ruhetag; ab...







