Verborgene Schätze des Mittelalters
Am 25. und 26. März fanden zum offiziellen Festakt des 700-Jahr-Jubiläums der Stadt Meran verschiedene Veranstaltungen statt. Auf großes Interesse stieß die Führung durch die Meraner Laubenkeller. Schließlich besteht nicht oft die Gelegenheit, gleich mehrere Laubenkeller zu besichtigen. Die meisten Keller befinden sich in Privatbesitz und sind nicht öffentlich zugänglich. Viele stehen seit Jahrzehnten leer oder werden als Lager, Magazin oder Abstellraum für die darüberliegenden Geschäfte genutzt. Andere wurden in den 1960er-Jahren zu Heiz- oder Tankräumen umgebaut. Nur einige wenige dienen als Geschäftslokale oder für gastronomische Zwecke und sind als solche zugänglich. Auf dem Programm stand der...
Der Sterngucker
Wer hat also mit dem Kopf im Nacken den Großen Bären gesehen, wie er in unserer ersten Ausgabe (nicht ganz richtig) abgebildet war? Man sieht nur die sieben hellsten Sterne gut, welche den Körper und den Schwanz der Bärin (lat. ursa major) bilden, also den allseits bekannten Großen Wagen , der an und für sich ja nicht zu den 88 Sternbildern zählt. Die alten Germanen sahen darin das Gefährt Wotans, ihres obersten Gottes. Die anderen Sterne dieser Konstellation leuchten nur schwach. Entlang der Verlängerung der Deichsel gelangt man zum Bärenhüter Bootes , der den Wagen bewachen oder gar lenken soll. Sein Hauptstern Arkturus ist der vierthellste Fixstern. Auf der Gegenseite zielt die...
Von Gröden nach Villnöß
Anfahrt : Mit dem Zug bis Klausen, dann mit dem Linienbus Nr. 351 bis zum Antoniusplatz in St. Ulrich in Gröden; zu Fuß und auf Rolltreppen, dem Hinweis „Raschötz“ folgend, hinauf zur Talstation der Standseilbahn, Auffahrt mit der Bahn. Rückfahrt : Von Ranui bzw. von der nahen Haltestelle mit dem Linienbus (Nr. 340 bis Mileins, dort umsteigen und weiter) bis Klausen; mit dem Zug nach Meran. Wegverlauf : Von der Bergstation (2.095 m, Einkehrmöglichkeit im Restaurant Raschötz) wandern wir auf dem Weg Nr. 35 A kurz bergauf und bald rechts (Nr. 35 B und 10 B) ostwärts zur nahen Saltnerhütte (auch „Cason-Hütte“, 2.111 m, Einkehrmöglichkeit). Etwas oberhalb davon verlassen wir den breiten Weg, wenden uns...
Passerella M. Lutero
Seit dem Anbringen des zweisprachigen Schriftzugs „Martin-Luther-Steg“ / „Passerella M. Lutero“ am bis dato namenlosen Steg, haben viele Deutschsprachige ihr Befremden gegenüber der italienisierten Form „Lutero“ ausgedrückt und ihrem Ärger in Leserbriefen und Online-Kommentaren Luft gemacht. Zu lebhaft ist die Zwangsitalienisierung der deutschen Vor- und Familiennamen unter dem Faschismus noch in Erinnerung. Ist der Unmut also nachvollziehbar? Geht die Italienisierung deutscher Namen nun wieder von vorne los? Sogar das Landesmuseum Schloss Tirol titelte im Ausstellungskatalog „Lutero e il Tirolo“! Dazu einige Bemerkungen zu einem Sachverhalt, welcher der (deutschsprachigen) Bevölkerung Merans wenig bekannt sein...
Wird's besser? Wird's schlimmer?
„Prosit Neujahr“ werden die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Andris Nelsons beim Neujahrskonzert 2020 dem Publikum im Musikvereinssaal zurufen. Die Wunschformel „Prosit“ wird bei eher festlichen Anlässen in der Bedeutung von „zum Wohl“ ausgesprochen. Dass „Prosit“ im 18. Jh. auch beim Niesen zugesprochen wurde, mutet uns heute seltsam an. Der Zuruf leitet sich vom lat. „prodesse“ ab und bedeutet so viel wie „nützlich, hilfreich sein“. Der Jahreswechsel ist die Zeit der guten Wünsche und auch der Prognosen. Wirtschaftsforscher erstellen Vorhersagen für die Entwicklung der Volkswirtschaften und stellen sie in Konjunkturbarometern dar. Italien wird von den Ökonomen als...
Der Panoramaweg am Rittner Horn
Anfahrt : Von Bozen auf den Ritten und über Klobenstein nach Pemmern (1.530 m); von dort mit der Umlaufbahn auf die Schwarzseespitze (2.070 m; Einkehrmöglichkeit im Gasthaus neben der Bergstation) Wegverlauf : Von der Bergstation der Umlaufbahn wandern wir links bzw. nordwärts auf dem breiten, gebahnten Weg leicht abwärts Richtung Unterhornhaus bis zur Scharte zwischen der Schwarzseespitze und dem Rittner Horn (2.022 m); hier links Abstecher kurz hinauf zum Unterhornhaus (2.042 m, Einkehrmöglichkeit) oder zur nahen Feltuner Hütte (Einkehrmöglichkeit) möglich. Von der Scharte wandern wir rechts (Hinweis „Panoramaweg“) auf dem gebahnten Weg kurz hinauf und dann teils eben, teils leicht ab- und ansteigend in einem weiten Bogen...




