Die Fischzucht Schiefer
Kaum zu glauben, dass die Fischzucht Schiefer im Passeiertal seit weit über einem Jahrhundert besteht. Sie wurde um ca. 1900 ins Leben gerufen – zunächst, um Besatzfische wie Marmorierte Forellen und Bachforellen für Gewässer zu züchten. Seit 23 Jahren führt Stefan Schiefer in fünfter Generation den Betrieb. 1999 wurde die Anlage komplett restrukturiert und die Fischverarbeitung ausgebaut. 2010 folgten die Erweiterung der Anlage und der Bau eines modernen Bruthauses und Lagerraums. 2016 wurde die Anlage der Fischzucht erneut erweitert. Insgesamt beschäftigt der versierte Unternehmer 15 Mitarbeiter und seit 3 Jahren betreibt er auch im Fleimstal eine Aufzuchtanlage im klaren Wasser der Dolomiten. Im Passeiertal hat sich die Fischzucht in den...
Parlamentswahlen im Krisenmodus
„Stell Dir vor, es sind Parlamentswahlen, und die finden im Herbst statt“. So könnte man die wohl prägnanteste Besonderheit des anstehenden Wahlganges zusammenfassen, denn bisher galt es in Italien fast schon als Tradition, dass Kammer und Senat im Frühjahr gewählt werden. Doch die turbulenten Tage der Regierungskrise im vergangenen Juli, die Staatspräsident Sergio Mattarella dazu bewogen hat, die beiden Kammern frühzeitig aufzulösen, haben erstmals einen Wahlkampf im Spätsommer heraufbeschworen. Wahlgesetz begünstigt Bündnisse Gewählt wird nach dem 2017 beschlossenen Rosatellum , einem Wahlgesetz, welches Elemente des Verhältnis- und des Mehrheitswahlsystems kombiniert. Drei Achtel der Sitze werden...
Franz Hintner
Seit 2004 leitet Franz Hintner den tierärztlichen Dienst des Gesundheitsbezirks Meran und seit 2006 steht er als Präsident der Tierärztekammer in Südtirol vor. Der gebürtige Pusterer studierte Tiermedizin in Wien. Im Anschluss arbeitete er 2 Jahre lang als Assistenztierarzt in Bayern. Nach seiner Rückkehr nach Südtirol war er fast 12 Jahre lang wissenschaftlicher Verantwortlicher für die Futtermittelzusammenstellung und -beratung bei der Firma Rieper in Vintl und gleichzeitig als Tierarzt tätig. „In dieser arbeitsintensiven Zeit habe ich viel von Tierernährung gelernt, war viel unterwegs und habe durch meine Arbeit als Tierarzt gesehen, was in Südtirol so auf den Höfen alles vor sich geht“, erzählt er bei...
Landschaftsschutz ade!
Stieglitz wird sich die Augen reiben, wenn er künftig auf hippe Almgasthäuser über betonierten Garageneinfahrten trifft, wo früher urige Almen standen. Die Heuschupfe wurde zur exquisiten Depandance, der obligate Zufahrtsweg geteert und die gemütliche Pension-Garni im Grünen hat über Nacht 30 % an Baumasse zugelegt, wie unsereins nur in den Weihnachtsfeiertagen ... All das wird mit dem aus 11 Artikeln bestehenden Anhang zum Landschaftsleitbild Südtirol nun möglich, ein Geschenk an Bauernbund und HGV. Jede Südtiroler Gemeinde muss über diesen Anhang abstimmen, um die eigenen Landschaftspläne anzupassen. Der Bozner Gemeinderat hat abgelehnt, in Meran hat die Mehrheit nun den Vorschlag des Landes durchgewunken. Das...
Stadtwerke auf neuem Kurs
Nach mehrmonatiger Analyse und Diskussion haben Geschäftsleitung, Aufsichtsrat und Verwaltungsrat der Stadtwerke Meran AG sich kürzlich zu einer Strategieklausur getroffen, um die weitere Ausrichtung und strategische Planung der Stadtwerke Meran AG festzulegen. „Nur wenn wir wissen, wo wir stehen, können wir die richtigen Entscheidungen treffen“, lautete der Leitgedanke des Treffens. Seit 1. April ist Patrik König als neuer Generaldirektor für das operative Geschäft zuständig und verantwortlich für alle kaufmännischen, vertrieblichen und organisatorischen Unternehmensbereiche. Durch seine breite privatwirtschaftliche Expertise und seinen großen Erfahrungsschatz setzt er wichtige, neue Impulse bei der...
Bürgermeisterwahl: Wer hat die besseren Ideen für Meran?
MS: Die Coronakrise hat uns alle getroffen. Was muss sich in Meran nach Corona ändern? Paul Rösch: Eine interessante Frage – dazu habe ich ein ganzes Buch herausgegeben (lacht). Ich habe den Eindruck, dass die Menschen das Leben mit einer neuen Tiefe und Achtsamkeit erfahren. Bestimmte Entwicklungen hin zu lokalen Kreisläufen oder zur Digitalisierung haben sich beschleunigt. Auch wenn es abgedroschen klingt: In jeder Krise bieten sich auch Chancen. Wenn wir sie nutzen, leben wir danach besser, bewusster und nachhaltiger. Richard Stampfl: Wir brauchen jetzt gebündelte Kräfte, müssen das Allgemeinwohl in den Mittelpunkt stellen. Müssen an einem Strang ziehen. Dabei dürfen wir nicht mehr länger um den heißen Brei...




