Editorial 16/2026
Liebe Leserinnen und Leser,
Wandel und Kontinuität stehen im Zentrum dieser Ausgabe. Ein Wechsel an der Spitze prägt unsere Titelgeschichte: Nach über 40 Jahren übergibt Hermann Schnitzer das Präsidium des südtirol festival meran an Hannes Gamper. Im Interview spricht dieser über seine Pläne, seine Verbindung zur Musik und darüber, warum in diesem Sommer auch ein wenig Zauberei im Spiel ist.
Auch über die Landesgrenzen hinweg war Meran präsent: Bürgermeisterin Katharina Zeller sprach als Festrednerin beim Schweizer Nationalfeiertag im Graubündner Dorf Bergün –... weiterlesen
Titelthema
Hannes Gamper
Das neue Gesicht des südtirol...
Nach über 40 Jahren übergibt Hermann Schnitzer das Präsidium des südtirol festivals meran an Hannes Gamper – einen Künstler, Goldschmied und leidenschaftlichen Musikliebhaber, der seit seinem 15. Lebensjahr dem Festival die Treue hält. Im Gespräch erzählt er, warum Meran zur Kulturhauptstadt Südtirols werden sollte, was Tradition und Erneuerung miteinander verbindet und weshalb Umhang, Zauberstab und Brille in diesem Sommer als Eintrittskarte gelten. MS: Sie sind Künstler und Goldschmied – wie kommt man von der Juweliermanufaktur zum Präsidenten eines Klassikfestivals? Hannes Gamper: Durch die Leidenschaft zur Musik. Schon als kleiner Junge spielte ich Posaune in der Musikkapelle Dorf Tirol. Während meiner Zeit in St. Ulrich in Gröden wurde diese Begeisterung noch stärker – dort war Musik ein zentraler Bestandteil meines Freundeskreises und meines Alltags. Mit 15 Jahren habe ich mein erstes Abonnement der damaligen Meraner Musikwochen abgeschlossen – und bin dem Festival bis heute treu geblieben. Die Verbindung zur Musik begleitet mich also seit meiner Kindheit. Hermann Schnitzer hat das Festival 40 Jahre lang geprägt. Wie viel Kontinuität braucht es und wo sehen Sie Raum für Neues? Hermann Schnitzer hat gemeinsam mit Andreas Cappello Großartiges aufgebaut. Ich freue mich sehr, dass Hermann uns als Ehrenpräsident weiterhin mit seiner Erfahrung begleitet. Für mich ist er ein großes Vorbild. Unsere Aufgabe wird es sein,... weiterlesen
Wanderung auf dem Regglberg im Unterland
Anfahrt : Von Auer oder Neumarkt nach Aldein und weiter in Richtung Petersberg bis zum Gasthof „Waldrast“. Auf der Höfestraße, die rechts abbiegt, weiter bis zum ehemaligen Gasthof „Schlögler“ (1.454 m) im Weiler Lärch; hier Parkmöglichkeit. Wegverlauf : Vom Gasthof „Schlögler“ wandern wir auf der Straße kurz weiter und biegen bei einem Bildstock links ab. Nun folgen wir dem Wegweiser „Weißenstein“ und der Markierung Nr. 8 und wandern auf einem breiten, geräumten Weg und bald auf schmalem, gebahntem Steig durch Wald hinauf zum Rand der Lärchenwiesen. An der Wegkreuzung biegen wir links ab. Der Weg führt uns teils ansteigend, teils nahezu eben zu zwei Weggabelungen (beide...
Der „Birmehlweg“ bei Verdings
Anfahrt : Südlich der Autobahnausfahrt von Klausen bergwärts nach Feldthurns und weiter nach Verdings (960 m), Parkplätze in der Nähe der Kirche. Wegverlauf : Wir folgen in Verdings auf der Ostseite der Kirche dem Hinweis „Birmehl“ (nicht dem Schild mit dem zusätzlichen „A“ = eine Abkürzung) und steigen auf einem Fußweg durch Wald hinunter nach Pardell (740 m, Einkehrmöglichkeit, Montag Ruhetag). Hier folgen wir, an der Kapelle vorbei, dem Kastanienweg, auf dem wir über einen Hangsattel mit mächtigen Kastanienbäumen den Hof Moar zu Viersch (863 m, im Herbst Törggelebetrieb) erreichen. Nach wenigen Schritten auf der Straße wandern wir auf einem neu errichteten Holzsteg neben der...
Vom Gampenpass auf den Großen Laugen
Anfahrt : Von Lana auf der Gampenpassstraße hinauf bis zum Gampenpass (1.518 m); Parkgelegenheit neben der Straße; mit dem Bus von Meran über Lana zum Gampenpass. Wegverlauf : Vom Gampenpass wandern wir auf dem breiten Forstweg bis zur ersten Kurve, nach der rechts der Wanderweg Nr. 133 (= Teil des Bonacossaweges) abzweigt. Auf diesem steigen wir durch Wald und später über Wiesen und felsdurchsetzte Hänge ziemlich steil bergauf und gelangen zum Laugensee (2.182 m). Wir wandern am rechten Seeufer weiter und folgen dann wieder rechts einem nicht markierten, aber gut erkennbaren Weg, auf dem wir zuerst leicht und dann stärker ansteigend über Gras- und Geröllhänge hinaufkommen zu einer Senke nördlich des Gipfelaufbaus. Wir...
Augenmigräne - migraine ophthalmica
Ein klassischer Erste-Hilf-Fall in der Augenambulanz ist die sogenannte Augenmigräne. Diese eigentlich harmlose Erkrankung ist nicht sehr bekannt, umso eindrucksvoller und bedrohlicher ist aber ihre Symptomatik. Zunächst beklagt der Patient ein Verschwommensehen, meist kombiniert mit einem eigenartigen Flimmern im äußeren Gesichtsfeld. Dieses Flimmern betrifft meist beide Augen, seltener nur ein Auge und geht einher mit Ausfällen im Gesichtsfeld (Skotome). Bilder werden am Rande nur verschwommen gesehen, so als ob ein rauschendes Fernsehbild dazwischenliegen würde. In seltenen Fällen treten anschließend Kopfschmerzen auf. Manchmal ist dem Patienten auch übel und es ist ihm schwindelig. Die Symptome ähneln also sehr der...
Stadtregierung lässt Federn
Merans Stadtregierung hat erste Federn lassen müssen. Dabei hatte doch alles so vielversprechend angefangen: die deutsche SVP, die einen Italiener zum Bürgermeister machte, endlich freie Fahrt für freie Bürger und zur Tourismusförderung eine Panoramaplattform unterm Ifinger. Doch jetzt stutzt der Bürgermeister der Stadträtin Benedetti ihren Aufgabenbereich zusammen! Benedetti sitzt als Vertreterin der deutschen Sprachgruppe im Stadtrat und war einst selbst Bürgermeister-Kandidatin von Berlusconis und Biancofiores Gnaden. Als Juristin war sie bis vor dem Njet des Bürgermeisters zuständig für die Genehmigung von Events aller Art. Anscheinend hat sie es in ihrer deutschen Gründlichkeit zu genau genommen und einige Vereine...
Rechtschreibung im Alltag
Vielen von uns ist vielleicht nicht wirklich bewusst, wie oft wir am Tag lesen oder schreiben. Es beginnt schon morgens mit dem Durchblättern der Zeitung und dem Beantworten der ersten WhatsApp-Nachrichten. E-Mails auf der Arbeit, Menülisten beim Mittagessen oder Werbeslogans auf Plakaten sind nur einige weitere Beispiele, wie häufig wir in unserem Alltag „ganz nebenbei“ lesen oder auf Nachrichten antworten. Wenn also Lesen und Schreiben allgegenwärtig sind, dann könnten wir zurecht annehmen, dass alles, was öffentlich zugänglich ist, auch zu 100 % korrekt geschrieben ist. Ist dem aber wirklich so? Aufmerksamen Leserinnen und Lesern sind vielleicht die recht häufig auftretenden Rechtschreibfehler in den Artikeln von...
Zum Seebersee
Anfahrt : Von St. Leonhard in Passeier nach Moos und weiter auf der Timmelsjochstraße bis zum Gasthof „Hochfirst“, dann noch ca. 1 km weiter, bis gleich nach einer Rechtskurve links ein ungeteerter Fahrweg (Hinweis: „Parkplatz Seeberalm“) abzweigt, auf diesem mit erhöhter Vorsicht bis zum Parkplatz (1.900 m). Wegverlauf : Vom Parkplatz gehen wir wenige Schritte zurück und steigen auf dem zuerst leicht und dann stärker ansteigenden Fußweg (Nr. 20) über freie Hänge und Wald hinauf zur Almschenke Oberglanegg (2.062 m, Einkehrmöglichkeit; ab Parkplatz 30 Minuten). Nun wandern wir (Markierung Nr. 43 A) in leichtem Auf und Ab, die Gras- und Alpenrosenhänge querend zum höchsten Punkt der Wanderung (ca. 2.100 m)...
Der Choleraweg in Tramin
Anfahrt : Von Bozen auf der Weinstraße über Eppan und Kaltern nach Tramin; Parkmöglichkeiten unterhalb der Kirche beim Bürgerhaus. Wegverlauf : Am Rathausplatz in Tramin (250 m) wenden wir uns nach Süden und wandern über die J.-v.-Payer-Straße und die J.-v.-Zallinger-Straße hinunter zur Weinstraße. Diese überqueren wir und folgen ein kurzes Stück der Straße Richtung Neumarkt. Bei der ersten Abzweigung biegen wir links in die Steinackerstraße, wenden uns bald noch einmal nach links und folgen der Markierung Nr. 15 und dem Hinweis „Choleraweg“. Auf dem asphaltierten Feldweg wandern wir, alle Abzweigungen missachtend, nördlich geradeaus, vorbei an oberhalb gelegenen Weingärten und den...
Der Fassaner Höhenweg
Anfahrt : Durch das Eggental bis Welschnofen und weiter Richtung Karerpass bis zur Talstation des Sesselliftes zur Paolinahütte, die einige hundert Meter unterhalb des Karerpasses liegt; hier große Parkplätze, an der Straße die Bushaltestelle; mit dem Bus Nr. 180 über den Karerpass bis nach Vigo di Fassa, dort Auffahrt mit der Seilbahn Rosengarten (Catinaccio) nach Ciampedìe (1.998 m) Wegverlauf : Von der Bergstation (1.998 m, mehrere Einkehrmöglichkeiten) wenden wir uns nach links und folgen der Markierung Nr. 545 und dem Hinweis „Rif. Roda di Vael“ und wandern zuerst auf breitem Weg, dann rechts ab auf einem Fußweg durch Wald zu einer Skipiste, die wir abwärts überqueren, und weiter unter den „Pale...
Das Indische Blumenrohr
Das Indische Blumenrohr gehört zur Familie der Blumenrohrgewächse (Cannaceae) und ist gekennzeichnet durch asymmetrische Blüten mit nur einem fruchtbaren Staubblatt; die fünf anderen Staubblätter und der Griffel sind als Kronblätter ausgebildet. Der Gattungsname canna (lat.) bedeutet Rohr und weist auf die aufrechten und hohlen Stängel der Pflanze hin. Der Artname indica (lat.) verweist nicht auf Indien, sondern auf die vor Mittel- und Südamerika gelegenen Westindischen Inseln , wo die ursprüngliche Heimat der Pflanze ist. Sie wurde in der Mitte des 16. Jhs. in Europa als Zierpflanze eingeführt. Seit etwa 200 Jahren wird sie vielfach gekreuzt, sodass heute ca. 1.000 eingetragene Gartensorten im Handel sind. Sie werden als...
Wandern
Schon als Margareth aus dem Schuldienst ausschied, stand für sie fest, dass sie in ihrem künftigen Rentnerdasein nicht zu Hause sitzen und Daumen drehen würde. Und weil das Schreiben und die Sprache schon immer ihre Steckenpferde gewesen waren, ergriff sie vor fast elf Jahren die Gelegenheit beim Schopf, als sich die Möglichkeit bot, gemeinsam mit Helmuth Tschigg und Daniel Pichler den Meraner Stadtanzeiger ins Leben zu rufen. Seitdem liefert sie unter anderem alle zwei Wochen einen Wandervorschlag samt Fotos, der die Leser auf Wanderwegen in unterschiedlichen Höhenlagen in alle möglichen Gegenden unseres Landes führt. MS: Hast du eine Ahnung, wie weit du in den vergangenen 11 Jahren gegangen bist? M. Bernard: Nein, da kann ich...
Welttag der Schöpfung
Die Corona-Pandemie hat bei vielen von uns eine schmerzliche Veränderung in einigen Bereichen gebracht. Aber es gibt noch ein anderes großes Menschheitsproblem: der Klimawandel und die Luftverschmutzung. Wussten Sie schon, dass allein in Europa jährlich 400.000 Menschen durch Luftverschmutzung sterben, ganz zu schweigen von den vielen Toten in armen Ländern durch heftige Naturkatastrophen und ohne medizinische Hilfe? Es gibt viele warnende Stimmen aus der Naturwissenschaft, erfreulich aber auch aus der Jugend, die um ihre Zukunft bangen. Und die Medien haben doch viele erschreckt aufgeweckt. Sechs Kinder aus Portugal haben gegen die Klimapolitik vor Gericht geklagt. Greta Thunberg ruft zu Demonstrationen auf, Papst Franziskus und Patriarch Bartholomäus...










