Der Choleraweg in Tramin
Anfahrt : Von Bozen auf der Weinstraße über Eppan und Kaltern nach Tramin; Parkmöglichkeiten unterhalb der Kirche beim Bürgerhaus. Wegverlauf : Am Rathausplatz in Tramin (250 m) wenden wir uns nach Süden und wandern über die J.-v.-Payer-Straße und die J.-v.-Zallinger-Straße hinunter zur Weinstraße. Diese überqueren wir und folgen ein kurzes Stück der Straße Richtung Neumarkt. Bei der ersten Abzweigung biegen wir links in die Steinackerstraße, wenden uns bald noch einmal nach links und folgen der Markierung Nr. 15 und dem Hinweis „Choleraweg“. Auf dem asphaltierten Feldweg wandern wir, alle Abzweigungen missachtend, nördlich geradeaus, vorbei an oberhalb gelegenen Weingärten und den...
Der Fassaner Höhenweg
Anfahrt : Durch das Eggental bis Welschnofen und weiter Richtung Karerpass bis zur Talstation des Sesselliftes zur Paolinahütte, die einige hundert Meter unterhalb des Karerpasses liegt; hier große Parkplätze, an der Straße die Bushaltestelle; mit dem Bus Nr. 180 über den Karerpass bis nach Vigo di Fassa, dort Auffahrt mit der Seilbahn Rosengarten (Catinaccio) nach Ciampedìe (1.998 m) Wegverlauf : Von der Bergstation (1.998 m, mehrere Einkehrmöglichkeiten) wenden wir uns nach links und folgen der Markierung Nr. 545 und dem Hinweis „Rif. Roda di Vael“ und wandern zuerst auf breitem Weg, dann rechts ab auf einem Fußweg durch Wald zu einer Skipiste, die wir abwärts überqueren, und weiter unter den „Pale...
Wanderung auf dem Regglberg im Unterland
Anfahrt : Von Auer oder Neumarkt nach Aldein und weiter in Richtung Petersberg bis zum Gasthof „Waldrast“. Auf der Höfestraße, die rechts abbiegt, weiter bis zum ehemaligen Gasthof „Schlögler“ (1.454 m) im Weiler Lärch; hier Parkmöglichkeit. Wegverlauf : Vom Gasthof „Schlögler“ wandern wir auf der Straße kurz weiter und biegen bei einem Bildstock links ab. Nun folgen wir dem Wegweiser „Weißenstein“ und der Markierung Nr. 8 und wandern auf einem breiten, geräumten Weg und bald auf schmalem, gebahntem Steig durch Wald hinauf zum Rand der Lärchenwiesen. An der Wegkreuzung biegen wir links ab. Der Weg führt uns teils ansteigend, teils nahezu eben zu zwei Weggabelungen (beide...
Gebrauchsanweisung für Fußball-Fans: Ein WM-Sommer ohne Fußball
Wer sich in einem Anfall von Masochismus die Auslosung zur Fußball-WM 2026 gegeben hat und nicht nach 10 Minuten eingeschlafen ist, hat Historisches versäumt. Zum Friedensnobelpreis hat es für das Trumpeltier im Weißen Haus nicht ganz gereicht, zum Trost gab es den FIFA-Friedenspreis. Die Fifa ist der Weltfußballverband und wird von einem Präsidenten geführt, der das ist, was der Geehrte so gerne wäre: Alleinherrscher. Wo Gianni Infantino ist, sind Despoten und Autokraten nicht weit. Zur Erinnerung: Die beiden letzten Weltmeisterschaften fanden in Russland und Katar statt. Und jetzt darf sich der US-Präsident im Glanz des Fußballs sonnen. Zu Donald, dem Egomanen, schlich Gianni, den Ball im Gewande. Allerdings führte...
Sokrates 6
Sokrates, der konsequente Freund von lebenspraktischer Weisheit und Gerechtigkeit, räumt als erster den Fragen einer sinnvollen, harmonischen Lebensgestaltung absoluten Vorrang ein vor Unergründlicherem wie Metaphysik, Erkenntnistheorie, Ontologie usw. So einer kann nicht nur anregen, sondern auch aufregen. Bis hin zur Anklage und zum Todesurteil als angeblicher Unruhestifter. Aber auch über seine Art Märtyrertod hinaus bleibt der ewige Fragensteller bis heute der größte Provokateur für alle, die andere Prioritäten haben. Zum Beispiel für Friedrich Nietzsche im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Selber ein grandioser Provokateur, bewundert er Sokrates als rhetorischen „Fechtmeister“ und als „Klügsten aller...
Die dunkle Krippe
Alljährlich wird im Refektorium des Deutschordenskonvents in Lana in Südtirol ein großer Krippenberg aufgebaut, der von Frater Gabriel Anton Hochkofler erdacht und in langer, mühevoller Arbeit gestaltet wurde. Eine einzigartige Krippe, schlicht und ehrlich Diese Krippe ist wohl einmalig in ihrer Art. Ernsthaft und dennoch mit hintergründigem Humor ausgestattet. Zeitumspannend in ihren Aussagen – ein fast kahler, nur mit Moos bewachsener Hügel, von dem sich eine Straße abwärts windet, unten eine kleine, schmucklose Grotte – der Stall von Bethlehem. Die einfachen Figuren und Objekte sind aus naturbelassenen Apfelbaumästen stilisiert. Keine Weihnachtsromantik Wenn allzuoft die knappen Worte des Lukasevangeliums...
Zum Piz Chavalatsch
Anfahrt : Durch den Vinschgau bis Spondinig und über Prad Richtung Stilfser Joch bis Gomagoi, dort rechts ab Richtung Stilfs; kurz vor dem Dorf Stilfs führt eine Bergstraße links zu verschiedenen Höfen und weiter Richtung Fragges (Wildgehege), dort Parkmöglichkeiten. Wegverlauf : Vom Parkplatz beim Wildgehege des Nationalparks (1.742 m) wandern wir in der Linkskehre rechts auf einem schmalen Steig (Nr. 2) am Zaun des Geheges entlang kurz etwas steil hinauf und kommen nach mäßig ansteigender Waldquerung zu einem Almweg. Wir wenden uns nach links, gelangen durch den Wald auf freie Wiesen und erreichen nach kurzem Anstieg, vorbei an der Unteren Stilfser Alm, die Obere Stilfser Alm (2.077 m, Einkehrmöglichkeit; ab Parkplatz 1 Stunde). Kurz...
Rundwanderung: Taser – Egger – Gsteier
Anfahrt : Nach Schenna und weiter zur Talstation (827 m) der Seilbahn zum Taser; hier großer Parkplatz; mit der Seilbahn zum Taser. Wegverlauf : Vom Gasthof Taser (1.450 m, Einkehrmöglichkeit) wandern wir auf der Forststraße (Nr. 40, „Taser Höhenweg“) nahezu eben bis zum Greitererhof (1.420 m, Einkehrmöglichkeit) und folgen dann dem schönen Waldsteig (Nr. 40) bis zum Berggasthof Egger (1.505 m; ab Taser ca. 30 Minuten). Auf dem Höhenweg wandern wir eben oder leicht ansteigend weiter durch den Wald. Bald führt uns der schmale, aber sehr gut angelegte Weg hinunter zur Höfegruppe und zum Gasthof Gsteier (1.370 m, Einkehrmöglichkeit; ab Egger gut 1½ Stunden). Nun folgen wir der asphaltierten Zufahrtsstraße...
Vom Gampenpass auf den Großen Laugen
Anfahrt : Von Lana auf der Gampenpassstraße hinauf bis zum Gampenpass (1.518 m); Parkgelegenheit neben der Straße; mit dem Bus von Meran über Lana zum Gampenpass. Wegverlauf : Vom Gampenpass wandern wir auf dem breiten Forstweg bis zur ersten Kurve, nach der rechts der Wanderweg Nr. 133 (= Teil des Bonacossaweges) abzweigt. Auf diesem steigen wir durch Wald und später über Wiesen und felsdurchsetzte Hänge ziemlich steil bergauf und gelangen zum Laugensee (2.182 m). Wir wandern am rechten Seeufer weiter und folgen dann wieder rechts einem nicht markierten, aber gut erkennbaren Weg, auf dem wir zuerst leicht und dann stärker ansteigend über Gras- und Geröllhänge hinaufkommen zu einer Senke nördlich des Gipfelaufbaus. Wir...
Die Friedensbotschaft des olympischen Feuers
Vor beinahe 3000 Jahren war im antiken Olympia, der Geburtsstätte der Olympischen Spiele, zum ersten Mal das olympische Feuer entzündet worden. Am Mittwoch, 26. November, wurde wiederum bei der Entzündungszeremonie die symbolträchtige Flamme entfacht. Dies geschieht mithilfe eines Parabolspiegels, der die Sonnenstrahlen bündelt. In der Antike brannte dort ein ewiges Feuer auf dem Altar der Göttin Hestia, was als Symbol für Frieden und Einheit galt. Hestia war die Göttin des Herdes und des Familienfeuers. Die erste Fackel nahm der Grieche Petros Gkaidatzis entgegen, die er noch auf den Stufen des Museums der italienischen Skilangläuferin Stefania Belmondo übergab. Dort reichten die beiden die Fackel dem Südtiroler Olympioniken...
Editorial 24/2025
Liebe Leserinnen und Leser, auch in diesem Jahr hat Waltraud Holzner für unsere Weihnachtsausgabe eine zum Nachdenken anregende Geschichte verfasst. Diesmal entführt sie uns zur „Dunklen Krippe“, die alljährlich im Refektorium des Deutschordenskonvents in Lana aufgebaut wird. Der beeindruckende Krippenberg ist das Werk von Frater Gabriel Anton Hochkofler, der ihn in langer, mühevoller Arbeit erdacht und gestaltet hat. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Ausgabe widmet sich der Zenobergbrücke: Im Zuge des Baus der Nordwest-Umfahrung soll die Brücke von Grund auf neu errichtet werden – ein Vorhaben, das nun mit einem Varianteprojekt vorliegt. Der Heimatschutzverein Meran sowie die Heimatpflegevereine Obermais und Untermais haben dazu...
Auf ein gutes neues Jahr!
Ein Jahr geht zu Ende, und Stieglitz hat wieder reichlich Federn gelassen. Kritik hier, Kritik dort – kein Missstand blieb unkommentiert. Und natürlich hagelte es zurück: „Arrogant!“, tönte es aus dem Rathaus. Die Frau Bürgermeisterin höchstpersönlich fand – freundschaftlich – deutliche Worte. Aber Kritik gehört zum guten Journalismus wie das Gezwitscher zum Vogel. Eine Lokalzeitung, die nur Loblieder singt, könnte man gleich durch Hochglanzprospekte der Tourismusbranche ersetzen – spart Papier und Peinlichkeit. Nein, nein, Meran braucht einen Stieglitz! Einen, der unbequeme Fragen stellt, wenn die Restaurantpreise steil nach oben schießen, die Gemeindemieten ins Unermessliche steigen und auf...



