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MERAN 2000 – RÜCKSICHT AUF DER ALM: 10 REGELN FÜR MENSCH UND ALMTIER

Die Alm ist kein Streichelzoo

Viele Nutztiere verbringen die Sommermonate auf den Almen Südtirols. Die Almwirtschaft ist eine jahrhundertealte Tradition und leistet einen wichtigen Beitrag zur Pflege der Kulturlandschaft, zur Erhaltung der Artenvielfalt und zum Wohl der Tiere. Auf den Weiden begegnen Wanderinnen und Wanderer Rindern, Pferden, Schafen und Ziegen in ihrem natürlichen Lebensraum.
Almtiere bewegen sich frei auf den Weideflächen. Muttertiere schützen ihre Jungen, Hirtenhunde bewachen die Herden und auch Rinder reagieren sensibel auf vermeintliche Bedrohungen. Daher gilt: Die Alm ist kein Streichelzoo.
Wie Andreas Zanier, Präsident Meran 2000 Bergbahn AG, betont: „Unsere Almen sind wertvolle Lebens- und Wirtschaftsräume, die von Mensch und Tier gemeinsam genutzt werden. Mit etwas Aufmerksamkeit, Respekt und der Einhaltung einfacher Verhaltensregeln können Konflikte vermieden und die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet werden“. Besucherinnen und Besucher werden aufgefordert, auf den markierten Wegen zu bleiben und Weidezäune nach dem Passieren stets sorgfältig zu schließen. Nähern sich Weidetiere, sollte ausreichend Abstand gehalten werden. Zeigt eine Herde Anzeichen von Unruhe, ist die Weidefläche zügig und ruhig zu verlassen. Besondere Aufmerksamkeit ist beim Wandern mit Hunden erforderlich.
Weidetiere und Hirtenhunde nehmen Hunde häufig als potenzielle Gefahr wahr. Hunde sollten deshalb stets an der kurzen Leine geführt und von Herden ferngehalten werden.
Mit verantwortungsbewusstem Verhalten tragen alle dazu bei, dass Mensch und Tier die Alm sicher miteinander teilen können. Das Ressort für Landwirtschaft, der Südtiroler Bauernbund, der Hoteliersund Gastwirteverband sowie der Landesverband der Tourismusorganisationen Südtirols haben dazu
zehn Verhaltensregeln für den Aufenthalt auf Almen erarbeitet. Um das Bewusstsein für ein respektvolles Miteinander weiter zu stärken, wurden im Ski- und Wandergebiet Meran 2000 entlang der Wege und Almen sechs Verhaltensschilder in deutscher und italienischer Sprache angebracht.
Sie erinnern an die zentralen Verhaltensregeln und unterstützen dabei, Begegnungen zwischen Menschen und Almtieren konfliktfrei zu gestalten.