Viele Gläubige machten sich am Sonntag, den 3. Mai 2026 in den Abendstunden auf den Weg zur Mariensäule am Sandplatz, um an das in schweren Tagen der wiederholt drohenden Kriegsgefahr in den Jahren 1797 und 1799 abgelegte Gelöbnis unserer Vorfahren und der damit verbundenen Errichtung der Muttergottesstatue im Jahre 1801 zu erinnern. Zum Dank für die verschont gebliebene Passerstadt wurde damals eine alljährliche Bitt-Lichter-Prozession am ersten Sonntag im Mai zur Statue der Heiligen Muttergottes am Sandplatz gelobt.
Bei seiner Begrüßung vor dem Hauptportal der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus rief Dekan Mario Gretter den Teilnehmern ins Gedächtnis, dass die Meraner Bevölkerung bereits vor über weit mehr als 200 Jahren um Frieden gebetet hat – und es uns ein Bedürfnis sein muss, dies auch heute zu tun. „Wir leben hier in einer Zeit des Friedens. Dafür wollen wir Dank sagen. Zudem gibt es viele soziale, ethische und ethnische Anliegen, die wir nun gemeinsam im Gebet vor Gott tragen wollen.“
Danach setzte sich die Prozession - ausgehend vom Unteren Pfarrplatz durch die Lauben – über die Sparkassen- und Freiheitsstraße zum Sandplatz in Bewegung. Schützen der Kompanie Meran begleiteten – unter Mittragen der “Kriegsmuttergottes” – den Prozessionszug mit einer Fahnenrotte, Marketenderinnen und einer Formation von Fackelträgern; mit dabei auch Fahnenabordnungen verschiedener Vereine wie KAV, KVW, Kolping und kfb. Die musikalische Gestaltung übernahm die Stadtmusikkapelle Meran.
Vor der Marienstatue am Sandplatz wurde für alle Teilnehmer ein Wortgottesdienst abgehalten, der mit dem gemeinsamen Beten des Mariengelöbnisses (wie an der Nordseite der Mariensäule angeführt) und dem Segen der Priester endete.




