Stadttheater Meran 27. November

„Oleanna“ – Ein packendes Duell über Macht, Sprache und Missverständnisse

13. November 2025

War es eine harmlose Geste oder ein sexueller Übergriff? In David Mamets kontroversem Theaterstück „Oleanna“ treffen zwei Welten aufeinander: Ein Professor, eine Studentin – und zwei völlig unterschiedliche Perspektiven.
John, ein angesehener Universitätsprofessor, steht kurz vor einer Beförderung und dem Kauf einer Immobilie. Carol, seine Studentin, kämpft mit dem Verständnis der komplexen Fachsprache und fürchtet, durchzufallen. John bietet ihr Nachhilfe an; will mit ihr den Lehrstoff seines Seminars noch einmal durchgehen. Seine Hand auf Carols Schulter, ganz beiläufig als Geste der Beruhigung, wird ihm zum Verhängnis. War es vielleicht doch ein sexueller Übergriff? War doch mehr im Spiel als Sympathie? Was will Carol mit ihren Vorwürfen erreichen, die John seine Karriere kosten können?
David Mamets Stück, uraufgeführt 1993 – lange vor der Me-too-Debatte – wirkt heute wie eine prophetische Analyse gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Der Titel „Oleanna“ stammt aus einem Lied norwegischer Einwanderer, das von einer utopischen Welt ohne Unterdrückung träumt. Mamet zeigt, wie schwer es ist, diese Utopie zu erreichen, wenn Sprache, Status und Geschlecht aufeinanderprallen.
Sven-Eric Bechtolf und Johanna Asch brillieren in einem intensiven Dialog auf Augenhöhe, der das Publikum herausfordert, Stellung zu beziehen. „Oleanna“ ist ein Theaterabend, der nachhallt – unbequem, klug und hochaktuell.
Die Aufführungen finden am 25. November im Kulturhaus in Schlanders, am 26. November im Forum in Brixen und am 27. November im Stadttheater in Meran statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr; die kostenlosen Einführungen beginnen um 19 Uhr.
Informationen und Karten im Südtiroler Kulturinstitut unter www.kulturinstitut.org oder 0471 313800.
Unterstützt wird das Gastspiel von der Volksbank; subventioniert von der Südtiroler Landesregierung, Abteilung Deutsche Kultur.


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