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Stadtregierung will Bevölkerung über Bauvorhaben im Musikerviertel nicht informieren

 

Aus einer Antwort zu einer Anfrage bezüglich der Stadtentwicklung des Musikerviertels in Meran geht hervor, dass Svp, Alleanza per Merano und Civica per Merano nicht daran denken die Bevölkerung oder das Stadtviertelkomitee des Musikerviertels bei größeren Bauprojekten zu informieren. Die Verkehrsfragen wird auf den Pums verwiesen, auf den die Bevölkerung bereits seit 2 Jahren wartet.
 

Die Meraner Grünen waren es, welche die Bevölkerung durch eine Infoveranstaltung im April und Presseaussendungen auf den Bau des Gemeinschaftskrankenhauses auf der Fläche der ehemaligen Krankenpflegeschule aufmerksam gemacht haben. Dabei wird nahezu die gesamte Fläche versiegelt und mehr als 10 Bäume gefällt. Beim grünen Infocaffè in April wurden Fragen aus der Bevölkerung an die Stadtregierung geschickt. Jetzt liegen die Antworten vor.

 

Auf die Frage, weshalb die Bevölkerung nicht über den Bau informiert wurde, antwortet der Bürgermeister folgendes : “Es wird das Verfahren laut Gesetz eingehalten. Wir sind der Meinung, dass der Sanitätsbetrieb selbst über sein Projekt informieren soll.”.  Die Stadtregierung schiebt die Verantwortung für die eigene Stadt an das Land und meint, wenn diese die Bevölkerung nicht informiert, macht es auch die Meraner Stadtregierung nicht. Das Land kann also machen was es will in Meran, den Bürgermeister kümmert die Auswirkung auf die dort lebende Bevölkerung wenig.

Es gab auch einige Fragen zur Verkehrsentwicklung in der Zone. Es folgt die übliche Antwort: “Der Pums ist in Ausarbeitung.”.

Besonders unwürdig die Antwort auf die Frage, wie sich die Verkehrssituation durch den Bau des Curaressorts und des Gemeinschaftskrankenhauses in der Zone verändern wird. Wir erinnern daran, dass beim Gemeinschaftskrankenhaus mit mehreren Hundert Besuchern am Tag gerechnet wird.  “Zum gegebenen Zeitpunkt liegen keine Detailinformationen über das geplante Gemeinschaftskrankenhaus vor....”, antwortet Bürgermeister Dario Dal Medico. Den detaillierten Ausführungsplan des Projektes gibt es bereits seit November 2023. Darin sind Details zur Größe des Gebäudes, Grad der Versiegelung, Verschwinden des Stadtgrüns und Absenkung des Mindestabstandes zu angrenzenden Gebäuden und weitere Details festgelegt. Es hätte somit ausreichend Zeit und Informationen gegeben, um das betreffende Stadtviertel aufzuklären. Die Bevölkerung hat es satt von der Stadtregierung nicht eingebunden zu werden. Das ist beim Infocaffè der Grünen im April klar herausgekommen. Die Antworten machen deutlich, dass die Stadtregierung auch nichts daran ändern wird.