Grüne Stadtliste Meran
Immer mehr Betten für Meraner Tourismus: wann ist Schluss?
18. August 2025
Grüne Stadtliste stellt umfangreiche Anfrage zum Tourismus in Meran
Meran steht an einem Wendepunkt: Große Teile der Bevölkerung klagen über die Lasten des Tourismus in Meran. Auf die Stadt Meran werden mehr als die 296 Vorschussbetten zukommen. Die Grüne Stadtliste Meran hat dazu eine umfassende schriftliche Anfrage eingebracht.
296 Gästebetten aus dem sogenannten „Vorschusskontingent“ sollen nach einer neuen Verordnung der Stadtregierung aufgeteilt werden: 266 davon für Hotels und gastgewerbliche Betriebe, 30 für „Urlaub auf dem Bauernhof“. Positiv hervorzuheben gilt, dass keine Betten aus dem Vorschusskontingent an die touristische Kurzzeitvermietung geht.
Diese Betten werden zwar innerhalb der nächsten 10 Jahre vergeben. Die Kategorie Urlaub am Bauernhof kann außerhalb dieses Kontingents Betten dazubekommen und auch sogenannte A- Zonen sind vom Bettenstop ausgeschlossen und somit werden auch dort zusätzliche Zimmer hinzukommen können. Auf Meran kommt somit mehr als das bereits sehr hohe Vorschusskontingent zu.
Stadtgrenzen ohne Grenze für den Tourismus?
Meran zählt bereits zu den touristisch am stärksten frequentierten Städten Südtirols. Die Innenstadt ist voll, Wohnungen werden zunehmend in Ferienunterkünfte umgewandelt, und neue Betten schaffen zusätzlichen Druck auf Wohnraum, Verkehr und Personal. Die Folgen: steigende Mieten, mehr Autos in der Stadt, fehlende Unterkünfte für Arbeitskräfte und eine zunehmende touristische Übernutzung der urbanen Infrastruktur.
„Tourismus braucht Lenkung und nicht grenzenloses Wachstum“, so die Haltung der Grünen. Mit ihrer Anfrage wollen die Gemeinderatsmitglieder Julia Dalsant, Bruno Montali, Florian Mayr, Ulrike Ceresara und Johannes Ortner unter anderem wissen:
- Warum überhaupt noch Betten aus dem Vorschusskontingent vergeben werden sollen, obwohl die Meraner Bevölkerung schon heute unter den Touristenströmen leidet.
- Nach welchen Kriterien die Stadtregierung die zusätzlichen Betten verteilt und ob einzelne Betriebe oder Hotelkategorien bevorzugt behandelt werden.
- Wie viele erworbene Rechte gibt es und somit Tourismuszonen, welche erst geplant und gebaut werden.
- Wie die Stadtregierung gedenkt, die Unterbringung von zusätzlichem Personal sicherzustellen. Insbesondere bei einem angespannten Mietwohnungsmarkt mit langen Wartezeiten bis zu 3 Jahren bei Arbeiterwohnungen.
„Die Stadt kann nicht gleichzeitig die Belastung durch Overtourism beklagen und immer weiter auf Wachstum setzen“, heißt es aus der Grünen Fraktion. Die Grünen fordern, dass der Tourismus endlich wieder in Einklang mit Wohnraum, Klima- und Lebensqualität gebracht wird.
Meran brauche eine nachhaltige, sozial gerechte und zukunftsorientierte Tourismuspolitik und kein Weiter-so auf Kosten der Stadtbewohner:innen.
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