Die Eibe ist in Europa zwar die Baumart mit der höchsten Lebenserwartung (von 2.000 Jahren), ist aber stark gefährdet und gehört zu den geschützten Pflanzenarten. In Deutschland ist sie in die Rote Liste der bedrohten Pflanzenarten aufgenommen. Sie ist gegenüber stärker wachsenden Bäumen im Nachteil und einem starken Wildverbiss ausgesetzt. Von den ehemals eibenreichen Wäldern Mitteleuropas sind nur mehr kleine Restbestände in wintermilden und luftfeuchten Gebieten vorhanden. Ein Fund aus vorgeschichtlicher...

Im Spätwinter verströmen die zarten Blüten zweier in China beheimateter Sträucher einen angenehmen Duft: die Wohlriechende Heckenkirsche und der Japanische Papierbusch. Die frühe Blütezeit und der Duft machen die Wohlriechende Heckenkirsche ( Lonicera fragrantissima Lindl. et Paxton) zu einem beliebten Zierstrauch. Der Gattungsname Lonicera ehrt den deutschen Arzt und Botaniker Adam Lonitzer (1528-1586). Der Artname fragrans (lat.) in der Steigerungsform fragrantissima bedeutet stark duftend und bezieht sich,...

Mit dem in Meran häufig anzutreffenden Riesen-Mammutbaum nahe verwandt ist der Küsten-Mammutbaum. Beide gehören in die Unterfamilie der Mammutbäume (Sequoioideae) innerhalb der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Gemeinsam haben die Bäume die dicke, leicht eindrückbare, faserige und tief gefurchte, rötlichbraune Rinde; sie unterscheiden sich in den Nadeln, die beim Küsten-Mammutbaum eibenähnlich sind, in einer stechenden Spitze auslaufen und unterseits zwei silbrigweiße...

Vor 160 Jahren (1852) bekamen der englische Pflanzensammler William Lobb und der Schotte J. Matthew Kenntnis von riesigen und uralten Mammutbäumen im südlichen Kalifornien und schickten ein Jahr später die ersten Samen nach England und Schottland, aus denen Jungbäume gezogen und im Handel angeboten wurden. Der Mammutbaum ist inzwischen durch Anpflanzung weltweit verbreitet. Der Riesen-Mammutbaum ist vom englischen Botaniker John Lindley beschrieben worden (1853), er nannte ihn Wellingtonia gigantea zu Ehren eines der...

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Die hochwüchsige Nuss- oder Weiß-Kiefer ( Pinus sabiniana Dougl.) stammt aus Kalifornien .  Mit dem Namen sabiniana wollte der schottische Botaniker und Gärtner David Douglas (1799-1834) seinen Freund Joseph Sabine (1773-1837) ehren, der als Finanzbeamter und Sekretär der Royal Horticulural Society seine Sammeltätigkeit förderte. Der Stamm dieser Kiefer teilt sich an der Basis oft in starke, nach oben strebende Äste. Die sparrige Krone ist spärlich mit blass blau-grünen Nadeln besetzt, die...

Von den aus Nordamerika eingeführten Kiefernarten fällt die im Südwesten Kaliforniens und Norden Mexikos heimische Coulter-Kiefer ( Pinus coulteri D.Don)  besonders wegen der ungewöhnlich großen Zapfen auf, die die schwersten von allen Kiefernarten sind und ein Gewicht bis zu 2 kg erreichen können. Die bis 25 cm langen, bläulich-grünen Nadeln stehen in Dreierbündeln steif ab und sind kurz scharf zugespitzt. Die bis 30 cm langen Zapfen sind länglich eiförmig; die dicken Enden der...

Eine weitere im Mittelmeergebiet typische Kiefernart ist die Aleppo-Kiefer ( Pinus halepensis Mill.). Der bis 15 m hohe Baum fällt auf wegen seiner graugrünen, dünnen und weichen Nadeln , die bis 10 cm lang sind und zu zweien gebündelt, oft pinselartig gehäuft an den Kurztrieben stehen. Der Stamm und die Äste sind oft gebogen oder gedreht. Die Baumkrone ist kugelig bis schirmförmig. Die kleinen, rotbraunen Zapfen ähneln denen unserer Wald-Kiefer, stehen wie diese zu 2-3 zusammen und sind kurz gestielt. Die Art...

Pinus ist die artenreichste Gattung aller Nadelhölzer und die Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) ist nach ihr benannt. Es sind immergrüne Bäume , die fast ausschließlich auf der Nordhalbkugel Europas, Asiens und Amerikas verbreitet sind. Viele Arten sind wichtige Waldbildner und haben eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Eine große Anzahl von Arten und Sorten findet als Zierbäume und -sträucher Verwendung. Neben der in Südtirol heimischen Föhre gedeihen in Meran mit seinem besonders...

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Im Herbst fallen zwei Baumarten durch ganz unterschiedliche Blattmerkmale auf: Die abgefallenen Blätter des Katsurabaumes riechen nach frischgebackenem Lebkuchen und die Blätter des Wald-Tupelobaumes verfärben sich farbenfroh von gelb über orange bis purpurrot. Einer der größten Laubbäume Japans ist der Katsurabaum ( Cercidiphyllum japonicum S.& Z.); er erreicht dort eine Höhe bis 30 m. Der langsam wachsende Baum wird bei uns meist nur halb so hoch oder noch niedriger; er wirkt durch seine zahlreichen...

Die Hopfenbuche ist der Vertreter des „Flaumeichengürtels“, der die Schattenlagen an den westlichen Berghängen (Forst, Marling, Tisner Mittelgebirge, vorderes Ultental) den Südhängen (Küchelberg) vorzieht. Sie liebt sommerwarme Standorte, die jedoch eher luftfeucht als trocken sein sollten. Nach der Eiszeit ist diese Baumart aus dem Mittelmeergebiet über das Etschtal bis in inneralpine Täler vorgedrungen; geschlossene Bestände reichen im Eisacktal bis Klausen, im Vinschgau bis Naturns, einzelne Exemplare...