Gesundheit

Europäischer Melanoma‑Tag am 11. Mai

 

Vorbeugen ist der beste Schutz vor Hautkrebs

Anlässlich des Europäischen Melanoma‑Tages am 11. Mai macht die Südtiroler Krebshilfe auf die Bedeutung der Hautkrebsvorsorge aufmerksam. Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Europa. In Südtirol ist das Risiko besonders hoch: Intensive Sonneneinstrahlung, die alpine Höhenlage und eine aktive Freizeitgestaltung im Freien erhöhen die UV‑Belastung deutlich.

Der Europäische Melanoma‑Tag ist Teil des Hautkrebsmonats Mai, in dessen Rahmen die Südtiroler Krebshilfe mit der Präventionskampagne „Ich schaue auf mich – und du?“ zur bewussten Auseinandersetzung mit Hautgesundheit, Sonnenschutz und Früherkennung aufruft.

Früherkennung rettet Leben

Regelmäßige Selbstkontrollen der Haut, ein konsequenter Schutz vor UV‑Strahlung sowie fachärztliche Untersuchungen sind entscheidend, um Hautkrebs frühzeitig zu erkennen und erfolgreich behandeln zu können. Besonders das Melanom – der schwarze Hautkrebs – wird häufig erst spät bemerkt, da Hautveränderungen in der Regel keine Schmerzen verursachen.

Professor DDr. Klaus Eisendle, Primar der Dermatologie am Krankenhaus Bozen, betont: „Wird Hautkrebs früh erkannt, ist er in den meisten Fällen gut behandelbar. Der Europäische Melanoma‑Tag soll daran erinnern, wie wichtig regelmäßige Hautkontrollen und ein bewusster, verantwortungsvoller Umgang mit der Sonne sind.“

Wirksame Maßnahmen zur Hautkrebsprävention

Zur Verringerung des Hautkrebsrisikos empfehlen Expertinnen und Experten folgende Maßnahmen:

  • Direkte Sonne meiden, insbesondere zwischen 11 und 15 Uhr
  • Schutzkleidung tragen, wie langärmelige Kleidung, Sonnenhut mit breiter Krempe und UV‑Schutzbrille
  • Hochwertige Sonnenschutzmittel verwenden, mindestens Lichtschutzfaktor 50, und regelmäßig nachcremen
  • Solarien vermeiden, da künstliche UV‑Strahlung das Hautkrebsrisiko deutlich erhöht
  • Kinder besonders schützen, da Sonnenbrände in jungen Jahren das Risiko für Hautkrebs im späteren Leben erheblich steigern

Gerade in Bergregionen ist besondere Vorsicht geboten, da die Intensität der UV‑Strahlung mit zunehmender Höhe deutlich zunimmt.

Auf Veränderungen der Haut achten

Muttermale und Pigmentflecken sollten regelmäßig beobachtet werden. Orientierung bietet die ABCDE‑Regel:

  • A wie Asymmetrie
  • B wie Begrenzung
  • C wie Color (Farbe)
  • D wie Durchmesser
  • E wie Entwicklung

Auffällige Veränderungen sollten zeitnah dermatologisch abgeklärt werden.

Gemeinsames Ziel: Bewusstsein schaffen

Begleitend zum Europäischen Melanoma‑Tag wird die Präventionsbotschaft auch über die Medien verbreitet. Ein Radiospot mit Professor DDr. Klaus Eisendle, Primar der Dermatologie am Krankenhaus Bozen, ruft zur Früherkennung und zum konsequenten Schutz vor UV‑Strahlung auf.

Die Südtiroler Krebshilfe appelliert an die Bevölkerung, den 11. Mai – Europäischen Melanoma‑Tag – als Anlass zu nutzen, der eigenen Haut mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ein bewusster Umgang mit der Sonne, regelmäßige Kontrollen und rechtzeitige Vorsorge können Leben retten.