Für gastgewerbliche und nicht gastgewerbliche Betriebe (private Vermietung von Gästezimmern, möblierten Ferienwohnungen und Urlaub auf dem Bauernhof) gibt es nun die Möglichkeit, innerhalb 31.03.2023 um die Erhöhung der in der Lizenz bzw. Tätigkeitsmeldung/Tätigkeitsbeginnmeldung angeführten Gästebettenanzahl anzusuchen.
Grundvoraussetzung ist, dass die ordnungsgemäß gemeldeten Nächtigungen (an einem frei wählbaren Datum im Jahr 2019) die erlaubte Bettenanzahl laut Lizenz...
Besteuerung der Trinkgelder
Die Trinkgelder für Mitarbeiter des Gastgewerbes müssen nun nicht mehr der ordentlichen Besteuerung unterworfen werden, sondern können bis zu einem Betrag von maximal 25 % der Jahresentlohnung mit einer Ersatzbesteuerung von 5 % besteuert werden. Der Betrieb kann nun die Trinkgelder vom Kunden auch mit Kreditkarte kassieren und in die Lohnberechnung einfließen lassen. Diese Trinkgelder sind sozialversicherungsfrei und bilden auch nicht Grundlage für die Abfertigung. Sie zählen jedoch zum Einkommen...
Im Amtsblatt der Republik vom 29.12.2022 wurde das Gesetz Nr. 197 (Haushaltsgesetz für das Jahr 2023) veröffentlicht. Das Gesetz ist mit 01.01.2023 in Kraft getreten. Das Gesetz besteht aus 21 Artikeln und einer Anlage. Der Artikel 1 besteht aus 903 Absätzen. Es braucht noch 119 Ministerialverordnungen, um das Gesetz faktisch umzusetzen.
Erhöhung der Umsatzgrenzen für Pauschalbetriebe
Die Umsatzgrenze für Pauschalbetriebe (forfetari) steigt von 65.000,00 € auf 85.000,00 €. Einzelunternehmen oder Freiberufler,...
Die Regierung plant die Schwellenwerte für das bestehende Pauschalsteuerverfahren (sog. „Forfettari“) von 65.000 € auf 85.000 € anzuheben. Der anwendbare Steuersatz beträgt im Normalfall 15 % und bei Startups sogar nur 5 % und ist damit erheblich niedriger als die „normale“ Einkommenssteuer (dort beträgt der Steuersatz bei Einkommen ab 50.000 € 43 %!). Die Steuerbemessungsgrundlage der Pauschalsteuer wird, wie das Wort schon sagt, pauschal ermittelt anhand von Koeffizienten, welche je nach Art der...
Die Welt ist nicht mehr dieselbe : steigende Gas- und Strompreise, fallende Aktienwerte, steigende Zinsen, Inflation. Das Risiko ist zurück – wir Westeuropäer, berauscht durch das billige Geld der EZB (und das billige russische Gas) sind das (fast) nicht mehr gewohnt. Geblieben sind Risiken durch Haftungen im Bereich der Arbeitssicherheit und des Konsumentenschutzes – diese sind nur aus den Medien verschwunden. Es sind keinesfalls nur Unternehmer, die Risiken tragen - Politiker, hohe Beamte (der Rechnungshof lässt grüßen)...
Der 110 %-Bonus ist der Regierung mittlerweile ein Dorn im Auge – das hat der italienische Ministerpräsident offen zugegeben. Der mit dem Bonus losgetretene Sanierungswahnsinn hat die Preise für Baumaterial, Maschinen und Geräte sowie Verbrauchsmaterialien explodieren lassen. Während einige wenige Gewinner jubeln und die Bauherrn das Ganze mit gemischten Gefühlen betrachten, steht der Verlierer schon fest: der Steuerzahler von morgen, der die gewaltigen Kosten für den Staatshaushalt tragen muss.
Die...
Die Treibstoffkosten sind letzthin förmlich explodiert – was viele Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, in arge Schwierigkeiten gestürzt hat. Die Regierung hat dieses Mal schnell reagiert und verschiedene Maßnahmen ergriffen. Einmal wurde eine zeitweilige Senkung der Akzisensteuern verfügt, um den Benzinpreis wieder unter die psychologisch wichtige 2-Euro-Marke zu senken.
Außerdem wird privaten Arbeitgebern nun die Möglichkeit eingeräumt , jedem Arbeitnehmer 200 Euro in Form von Tankgutscheinen zu...
Die gelegentlichen freiberuflichen oder gewerblichen Tätigkeiten (Art. 2222 ZGB) müssen seit Jänner 2022 vorab vom Auftraggeber ans Arbeitsinspektorat gemeldet werden. Die Modalitäten dazu ähneln jenen der Meldungen auf Abruf. Erfolgt keine Meldung oder wird die Meldung zu spät oder unvollständig versendet, so muss mit Verwaltungsstrafen in Höhe von 500 bis 2.500 Euro gerechnet werden. Damit soll ein recht weit verbreiteter Steuer- und Beitragsschwindel eingedämmt werden, denn diese Art der Tätigkeit wurde...
Endlich wurden die Bestimmungen veröffentlicht – der ausgleichende Verlustbeitrag wird doch noch Realität. Sie erinnern sich? Der Beitrag wurde mit dem zweiten Gesetzesdekret zur Unterstützung der Wirtschaft („sog. Decreto sostegni bis“) verabschiedet. Die genauen Bestimmungen wurden aber erst jetzt veröffentlicht.
Den neuen Verlustbeitrag erhalten alle jene Unternehmen und Freiberufler, welche im Jahr 2020 im Vergleich zum Jahr 2019 einen Gewinnrückgang von mindestens 30% erlitten haben und im Jahr 2019...
Trinkgeld ist ein Teil des Einkommens des Empfängers – das bestreitet niemand. Gerade im Gastgewerbe steigert Trinkgeld die Attraktivität eines Jobs – nicht nur in Italien. Doch muss Trinkgeld auch versteuert werden? In meiner 13-jährigen Berufslaufbahn habe ich noch nie erlebt, dass jemand Trinkgeld in seiner Steuererklärung als Einkommen deklariert hat. Vor kurzem jedoch hat sich der römische Kassationsgerichtshof mit diesem Thema beschäftigt. Konkret wurde der Fall eines Mitarbeiters eines 5-Sterne-Hotels an der...
