Geheimnisse der Pilze werden in Meran gelüftet
6. und 7. September im Urania Haus
25. August 2025
Geheimnisse der Pilze werden in Meran gelüftet
Zum 13. Mal Ausstellung der Sommerpilze am 6. und 7. September im Urania Haus - 200 bis 300 essbare, giftige, ungenießbare Pilzarten können am Samstag und Sonntag von 9:00 bis 12:30 Uhr und von 14:30 bis 19 Uhr im Saal Alton kostenlos betrachtet werden
MERAN Meran steht bald wieder im Zeichen der Pilze. Wussten sie schon, dass es in Südtirol mehr als 6.000 Arten von höheren Pilzen gibt? Aber nur 40 davon sind essbar. Wussten sie, dass die Pilze über Myzel-Netzwerke miteinander kommunizieren? Am 6. und 7. September lüften wir im Urania Haus in Meran die Geheimnisse rund um die Pilze und feiern diese besonderen Lebewesen, die weder Tiere noch Pflanzen sind, zum 13. Mal mit einer großen Ausstellung. Am 6. und 7. September werden im Urania Haus im Saal Alton 200 bis 300 essbare, giftige und ungenießbare Pilze ausgestellt. Dr. Karl Kob und Dr. Walter Tomasi werden Sie am Samstag Nachmittag mit zwei spannenden Vorträgen in die Geheimnisse der Pilze einführen. Zum Abschluss gibt es am Dienstag, den 9. September, noch eine Pilzlehrwanderung mit dem Pilzexperten Dr. Klaus Köcher in Vöran. Dabei geht es hauptsächlich um die essbaren Pilze. Zum zweiten Mal wird auf der Pilzausstel-lung in Meran am Samstag, den 6. September, eine Pilzkontrolle eingerichtet, die von ausgebildeten Hygiene-Inspektoren durchgeführt wird. Die Besucher der Pilzausstellung können am Samstag ihre Pilze mitbringen und dort begutachten lassen, ob sie essbar sind. Veranstaltet wird das große Pilzevent von der Ortsgruppe Bozen des Mykologischen Vereins Bresadola gemeinsam mit der Urania.
Dank der jüngsten Regenfälle, die eine Periode sehr hoher Temperaturen mit Dürre unterbrochen haben, rechnet die Mykologische Vereinigung Bresadola – Ortsgruppe Bozen auch in diesem Jahr damit, in Meran mehrere Hundert Pilzarten ausstellen zu können. Ausgestellt werden Pilze in ihrer ganzen Bandbreite: essbare, ungenießbare und giftige Arten, bis hin zu einigen potenziell tödlichen Vertretern.
Die Ausstellung bietet nicht nur die Möglichkeit, die beeindruckende Vielfalt an Pilzen in unserer Provinz zu entdecken – Organismen, die für das ökologische Gleichgewicht und die Gesundheit unserer Wälder unverzichtbar sind –, sondern gibt der Bevölkerung auch wichtige Hinweise und Ratschläge, um schwere Pilzvergiftungen zu vermeiden.
„Im Folgenden nennen wir die in unseren Wäldern am häufigsten vorkommenden Pilzarten, die – wenn sie mit essbaren Arten verwechselt werden – schwere Schäden an Leber, Nieren oder Magen-Darm-Trakt verursachen können. Die genannten Pilze – und nicht nur diese – enthalten Giftstoffe, die schwere Leberschäden verursachen können, bis hin zur völligen Zerstörung des Organs, was in manchen Fällen eine dringende lebensrettende Lebertransplantation notwendig macht“, erklärt Dr. Karl Kob, der Koordinator der Kommission für Mykotoxikologie des Mykologischen Vereines Bresadola auf gesamtstaatlicher Ebene und und auch Präsident des gesamtstaatlichen Verbandes.
„Von größter Bedeutung ist es, einige hochgradig lebertoxische Pilzarten auf keinen Fall zu sammeln oder zu verzehren, insbesondere die Amanita phalloides (Grüner Knollenblätterpilz) und die Amanita virosa (Kegelhütiger Knollenblätterpilz). Die erste Art kommt vor allem in tieferen Lagen unter Haselnusssträuchern und Eichen vor, während die zweite Art in Fichtenwäldern höherer Lagen anzutreffen ist“.
„Die genannten Pilze – und nicht nur diese – enthalten Giftstoffe, die schwere Leberschäden verursachen können, bis hin zur völligen Zerstörung des Organs, was in manchen Fällen eine dringende lebensrettende Lebertransplantation notwendig macht“.
Oberstes Gebot ist es, essbare Pilze nur dann zu sammeln, wenn man sich hundertprozentig sicher ist, dass es der betreffende Pilz auch ist, keine alten Exemplare von essbaren Pilzen mitzunehmen und auch keine essbaren Pilze von jemanden entgegen zu nehmen, der kein Pilzexperte ist“.
„Ebenso ist darauf zu achten, essbare Arten, z.B. Hallimasch (Armillaria mellea und verwandte Arten) und Filzige Gelbfüße (Chroogomphus helveticus), nicht mit dem hochgiftigen Spitzgebuckelten Raukopf (Cortinarius orellanoides = C. speciosissimus = C. rubellus) zu verwechseln. Dieser Pilz, der auch dieses Jahr in unseren feuchten Fichtenwäldern weit verbreitet ist, enthält Toxine, die die Nieren massiv schädigen und deren Funktion irreversibel zerstören können, was schließlich eine Nierentransplantation erforderlich machen kann“.
„Schließlich ist besondere Vorsicht beim Tiger-Ritterling (Tricholoma pardinum) geboten, der bisweilen mit Erd-Ritterlingen oder ähnlichen essbaren Arten verwechselt werden kann, jedoch schwere Durchfälle hervorruft, die häufig einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen“.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass die oben genannten Pilzarten zusammen mit zahlreichen weiteren essbaren, nicht essbaren und giftigen Pilzen während der Ausstellung zu sehen sein werden.
Die Fäden der Organisation der 13. Pilzausstellung in Meran zieht Klaus Köcher aus Meran, ein Vorstandsmitglied vom Pilzverein Bresadola, Ortsgruppe Bozen. Die Öffnungszeiten der Pilzausstellung in Meran sind am Samstag und Sonntag jeweils von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.30 Uhr bis 19.00 Uhr.
Während der gesamten Ausstellung werden Experten des Mykologischen Vereines Bresadola anwesend sein, welche den Besuchern die ausgestellten Pilze erklären und die Fragen beantworten. Für zusätzliche Informationen über die Giftpilze können sich die Besucher am Samstag während der Pilzausstellung an Dr. Karl Kob wenden.
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