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  3. Gestaltete Paradiese: Gärten als Spiegel der Zeit
Lesezeit: 4 min

Gestaltete Paradiese: Gärten als Spiegel der Zeit

Postkarte mit dem neuen Kurhaus von Meran
Postkarte mit dem neuen Kurhaus von Meran

Was erzählen Gärten über uns? Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Die Ausstellung „Gestaltete Paradiese – Von Menschen und Gärten“, die derzeit in der Remise von Schloss Trauttmansdorff in Meran zu sehen ist, lädt dazu ein, Grünräume neu zu lesen: als Ausdruck von Macht, Sehnsucht und Lebensstil – und als Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen.

„Gestaltete Paradiese – Von Menschen und Gärten“ ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen den Gärten von Schloss Trauttmansdorff, dem Südtiroler Landesmuseum für Tourismus – Touriseum und dem Kuratorenteam der Österreichischen Nationalbibliothek Wien. Gemeinsam erzählen sie eine Geschichte, die von der Renaissance bis in die Gegenwart reicht – und dabei überraschend aktuell wirkt.

„Gärten sind immer auch ein Spiegel ihrer Zeit“, erzählt Gabriele Pircher, Direktorin der Gärten von Schloss Trauttmansdorff. „Sie zeigen, wie Menschen Natur verstehen, gestalten und nutzen – früher wie heute.“ Tatsächlich waren Gärten nie bloß Natur. Sie dienten stets auch der Inszenierung. Schon in der Renaissance wurden sie als Kunstwerke konzipiert, im Barock zu opulenten Bühnen mit Fontänen, Alleen und Irrgärten erweitert. Später entdeckte man im Landschaftsgarten die scheinbare Natürlichkeit – ein bewusst gestaltetes Ideal von Freiheit und Harmonie.

Vom privaten Garten zum öffentlichen Raum

Mit der Moderne verändert sich der Blick erneut. Gärten werden zugänglicher, öffentlicher, funktionaler. Parks entstehen als Orte der Erholung für alle, während private Gärten neue Lebensentwürfe widerspiegeln. Im 20. Jahrhundert gewinnen Grünräume auch in der Stadtplanung an Bedeutung – als Gegenpol zur Verdichtung und als Ausdruck wachsender Lebensqualität.

Heute stellt sich diese Entwicklung mit neuer Dringlichkeit. „Grünräume sind längst keine dekorativen Elemente mehr, sondern zentrale Lebensräume“, betont Gabriele Pircher und fügt hinzu: „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima, zur Gesundheit und zum sozialen Miteinander.“ Gleichzeitig werden sie zu Orten der Begegnung.

Meran: Gartenstadt und Tourismuslabor

Gerade am Beispiel der Stadt Meran zeigt sich, wie eng diese Entwicklung mit dem Tourismus verbunden ist. Bereits im 19. Jahrhundert begann man, Promenaden, Parks und Villengärten gezielt anzulegen.

Mit dem Aufenthalt der kaiserlichen Familie und der wachsenden Zahl wohlhabender Gäste wurden repräsentative Grünanlagen zu einem zentralen Bestandteil des Stadtbildes. Die Stadt positionierte sich immer mehr als Kurort, in dem Natur bewusst gestaltet und erlebbar gemacht wurde.

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