Der Blick ins Ungewisse
Im Winter 2026 von Dr. Franz Summerer
Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen, hat schon der Komiker Karl Valentin gewusst. Rund um den Jahreswechsel holen die Medien das Blaue vom Himmel der Sternzeichen. Eine unterhaltsame Horoskope-Hudelei, spielend mit KI. Dazu fiktive Katastrophenszenarien im Internet. 'Das Böse ist immer und überall' – der Hit aus den 80er-Jahren der Pop-Rock-Band Erste Allgemeine Verunsicherung hat es nach wie vor in sich. Morgen sei eigentlich heute, verkündete jüngst im Vigilius Mountain Resort eine namhafte Zukunftsforscherin. Zukunft sei nicht vorhersehbar, aber formbar. Während der Gesellschaftsforscher Jens Beckert im halbherzigen Klimaschutz eine bereits 'Verkaufte Zukunft' sieht.
Geburtswehen der neuen Zeit
2026 kommt es zu einer einzigartigen Stellung der äußeren Planeten am Beginn des Tierkreises. Im Zentrum stehen Neptun und Saturn am Übergang vom Fischezeichen zum Widderzeichen. Diese 'kosmische Sendestation' spiegelt aus astrologischer Sicht den Widerspruch von Wunsch und Wirklichkeit. Den Kampf zwischen Gut und Böse in den derzeitigen Krisen- und Kriegsgebieten. Grenzen verwischen sich. Existenzen lösen sich auf. Waffenstillstand, der keiner ist. Die Wirklichkeit verschwimmt, und Illusionen scheinen Wirklichkeit zu werden. Damit beginnt ein weiteres turbulentes Jahr voller politischer Unruhen.
Im Ukrainekonflikt macht sich die 'Koalition der Willigen' (alias Neptun, die Hilfsbereiten) inzwischen stark. Bastelt an Sicherheitsgarantien für einen möglichen Waffenstillstand. Frieden lässt sich aber nicht verordnen. Er muss wachsen. Die von langer Hand angestrebte Osterweiterung der NATO hat das vordem freundschaftliche Verhältnis Europas zu Russland zerstört. Jetzt hat man das Malheur, la 'malora' oder die 'schlechte Stunde' (das Wort Horoskop, aus altgriechisch 'hora skopèin', heißt wörtlich: in die Stunde schauen). Dieses ungefähr alle 36 Jahre stattfindende (auf den Tropischen Tierkreis übertragene) Zusammentreffen von Saturn und Neptun prägt historische Zyklen. Es signalisiert eine notwendige Bereinigung, die besonders in der Geschichte Russlands wiederholt zu einem Neuanfang führte.
Zwischen Januar und Februar wechselt das Planeten-Duo in das kämpferische Feuerzeichen Widder und untersteht dort dem Planeten Mars, dem Kriegsbringer. Damit dürfte der Konflikt eine neue Dynamik entfalten. Eine freie Ukraine ist ein Wunschbild. Denn nur von Soldaten dürfte sich Putin (alias Saturn, mit einem Steinbock-Aszendenten unnachgiebig) nicht beeindrucken lassen. Im Widderzeichen zwar geschwächt, könnte der Kreml-Chef noch mehr 'bocken' als bisher. Oder eine Einwilligung nur vortäuschen, um Zeit zu gewinnen. Zur direkten Konfrontation dürfte es erst um den 20. Februar kommen, am Grenzstein Null Grad Widder. Dort liegen Anfang und Ende der astrologischen Bilderschrift. Dann könnte alles wieder von vorne anfangen. Aber gerade im Chaos vollbringt der auflösende Neptun manchmal Wunder. Gegen Ende April wechselt der exzentrische Planet Uranus (alias Trump, mit seiner Geburtssonne vis-à-vis von Uranus) vom besitzergreifenden Erdzeichen Stier ins trickreiche Luftzeichen Zwillinge. Zeitgleich könnten neue Verhandlungen zu einer Lösung des Konflikts führen. Inzwischen lebt der Tyrann seine Träume mit Macht und Gewalt.