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Lesezeit: 3 min

Dörfer sollen lebenswert bleiben

Im Winter 2026 von Dr. Luis Fuchs


Es gibt bereits mehrere Dörfer in Südtirol, in denen den Bewohnern keine Läden mehr für die Grundversorgung zur Verfügung stehen. So gibt es in Enneberg bereits seit zehn Jahren kein Lebensmittelgeschäft mehr für die Nahversorgung. Nun entsteht dort einer der ersten digitalisierten Selbstbedienungsläden Südtirols. Ermöglicht wird dies über ein PNRR-Projekt zur Wiederbelebung historischer Ortskerne, entwickelt von der Bürgergenossenschaft „Por Mareo“. Die Bezeichnung PNRR steht auf Deutsch für „Nationaler Plan für Aufbau und Resilienz“ und wird durch EU-Mittel finanziert. Der Laden bringt die Grundversorgung zurück ins Dorf, wovon vor allem ältere Menschen, Familien und Personen ohne Auto profitieren. Angeboten werden u. a. Speck, Eier, Gemüse, Produkte aus Kuh- und Ziegenmilch, Mehl und Brot von der lokalen Erzeugergenossenschaft Agricolart.

Über eine App können Kunden die verfügbaren Produkte einsehen, vormerken und einkaufen. Dieses Projekt garantiert eine sichere Versorgung mit Lebensmitteln und dürfte die Bewohner zum Verbleib im Dorfe motivieren.

Im 500-Einwohner-Dorf Gufidaun stand Frau Monika Oberpertinger 45 Jahre im Dorfladen hinter der Theke. Ende letzten Jahres jedoch schloss sich die Tür. Das bedeutet das Ende der Nahversorgung und auch des Treffpunkts für die Einwohner, zum Leidwesen vor allem der Senioren.

Mit der Valle Maira, einem urigen, nordwestlich von Cuneo hin gegen Frankreich abgelegenen Hochtal, haben sich zum Jahreswechsel die italienischen Medien befasst. Eine Gruppe von Tourengehern war von einer Lawine verschüttet worden, wobei eine Beteiligte zu Tode gekommen ist. Weil das abgelegene Tal von Abwanderung und Verödung stark bedroht ist, wurden der dortigen Kleingemeinde Elva 20 Millionen Euro aus dem PNRR-Fonds für die Neubelebung des Gebietes zugesprochen. Elva ist eine der kleinsten Gemeinden Italiens, liegt auf 1.637 Metern Höhe und zählt nach Jahrzehnten der Abwanderung nur mehr 20 verbliebene Bergbewohner. Gefördert werden ein „Zentrum für die traditionelle Herstellung alpiner Produkte“, eine „Schule für die Wiederbesiedlung der Alpen“ und eine „Hirtenschule“. Darüber hinaus werden eine Sternwarte, eine Schutzhütte und ein Museum errichtet. Dass für die nur noch 20 ständigen Einwohner eine Pro-Kopf-Förderung von einer Million Euro gewährt wird, stößt vielen Italienern sauer auf. Dem hielt www.suedtirolnews.it entgegen: „So ein Ort darf nicht sterben.“ Einen Beitrag zur Neubelebung der Valle Maira haben auch Südtiroler Bergsteiger geleistet. Der Bergführer Renato Botte hat in aufwendiger Kleinarbeit nach Südtiroler AVS-Methode die Beschilderung des Wanderwegenetzes erneuert. Der Wanderbuch-Autor Oswald Stimpfl hat gemeinsam mit Renato den Wanderführer „Escursioni in Valle Maira“ verfasst. Somit haben die beiden Südtiroler einen wertvollen Beitrag zur touristischen Erschließung des Tales geleistet.

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