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Lesezeit: 2 min

Die Handschrift ist das beste Gedächtnis

Im Winter 2026 von Dr. Luis Fuchs


„Mit tausend zärtlichen Wünschen“ hat kürzlich das Südtiroler Kulturinstitut auf sein Sprachatelier aufmerksam gemacht. Die junge Südtiroler Autorin Greta Maria Pichler hat alle, die Freude am kreativen Schreiben haben, in ihrer Schreibwerkstatt für Liebesbriefe willkommen geheißen. Während E-Mails und SMS im digitalen Zeitalter kurzlebig sind, gelten handgeschriebene Briefe als Ausdruck von besonderer Wertschätzung. Was ist naheliegender, als sich zum Valentinstag Zeit zu nehmen und der/dem Verehrten seine Zuneigung handschriftlich zu bekunden? In Zeiten von schnellen Nachrichten und Emojis ist ein handgeschriebener Liebesbrief eine der romantischsten Gesten überhaupt.

Im Zeitalter digitaler Kommunikation wird zusehends weniger von Hand geschrieben. Was im Alltag an Handgeschriebenem übriggeblieben ist, beschränkt sich auf kurze Notizen, Einkaufszettel, To-do-Listen, Kondolenzschreiben und Liebesbriefe. Das handgeschriebene Wort ist also eine Rarität geworden. Dies ist, bestätigen Wissenschaftler, ein großer Verlust für unser Gehirn. „Schreiben ist Denken mit der Hand“, lässt uns die Sprachwissenschaftlerin Necle Bulut von der UNI Münster wissen. Beim Handschreiben sind die Bewegungen völlig unterschiedlich, denn wir müssen jeden Buchstaben einzeln nachziehen. Diese Bewegungen sind Spuren, die im Gehirn hinterlassen werden. Handschrift ist also Hirnschrift. Die Handschrift sei ein kreativer Prozess, an dem 30 Muskeln und 17 Gelenke beteiligt sind, bestätigen Experten. Zudem fordere das Schreiben von Hand zwölf Areale im Gehirn heraus. In dem Moment, in dem wir zum Stift greifen, „begreifen“ wir besser, was wir aufschreiben.

Als „Kalligraphie“ wird die „Kunst des schönen Schreibens von Hand“ bezeichnet. Das Wort ist aus den griechischen Wörtern „kalós“ (schön) und „graphein“ (schreiben) entstanden. Das „Handlettering“ als moderne Form des Schönschreibens hat gerade in den letzten Jahren eine kleine Renaissance erlebt. Es versteht sich als kunstvolle Gestaltung von Buchstaben durch Malen und Zeichnen und dient der Verschönerung beispielsweise von Karten, Taschen und Werbeschildern. Man möchte wieder die eigene Individualität ausleben. Handlettering ist mit Entschleunigung verbunden: Das geschriebene Wort wird zur Kunst.

Doch dass sich das digitale Schreiben immer mehr durchsetzt, sei eine völlig normale Entwicklung, meint die Sprachexpertin Bulut. Es gelte zu überlegen, welche Technik besser zu einer bestimmten Situation passt.

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