Während die Taglilien (Hemerocallis) mit ihrer Blütenpracht punkten, werden die Herzblattlilien oder Funkien wegen der reizvollen dunkelgrünen oder mehrfarbigen Blätter als Blattschmuck geschätzt. Gegen Ende des 18. Jhs. wurden die ersten Funkien aus ihrer Heimat Japan und China nach Frankreich eingeführt. Die Botaniker ordneten die Pflanzen zunächst der Gattung Hemerocallis (Taglilien) zu, Anfang des 19. Jhs. gliederte man sie in die eigene Gattung Hosta aus. Sie werden der Unterfamilie der Agavengewächse...
Die Gattung der Taglilien umfasst beinahe 20 meist sommergrüne Arten in der Familie der Tagliliengewächse (Hemerocallidaceae). Fast alle Wildarten der Taglilie stammen aus Ostasien , sie gelten in Europa bereits im 18. Jh. als eingebürgert (Neophyten). Ab der ersten Hälfte des 20. Jhs. werden auf der ganzen Welt unüberschaubar viele Sorten gezüchtet. So sind weltweit über 50.000 eingetragene Hybriden entstanden, in Wirklichkeit gibt es noch viel mehr. Die meisten dieser gezüchteten Taglilien sind durch Kreuzungen...
Die mehrjährige Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zählt zu den häufigsten Wildkräutern. Man trifft sie meist an sonnigen und trockenen Standorten, an Straßen- und Wegrändern (daher auch der deutsche Name), in Randbereichen von Äckern und Feldern sowie als Pionierpflanze auf Brachflächen an. Die Heimat der Gemeinen Wegwarte ist Mittel- und Südeuropa , inzwischen ist sie fast auf der ganzen Welt verbreitet. Die Blätter der krautigen Pflanze wurden nachweislich schon von den...
Auf Felsen, trockenen Hängen und Magerrasen von Tallagen bis über die Waldgrenze hinauf kann man die Zypressen-Wolfsmilch ( Euphorbia cyparissias L.) in ganz Südtirol finden. Wir beobachten sie an den felsigen Hängen am Tappeinerweg und am Serpentinenaufgang. Besonders auffallend sind die frischgrünen, schmal lanzettlichen, nadelartigen Blätter , die mehr oder weniger dicht den blaugrünen Stängeln entspringen. Ein besonderes Merkmal sind nichtblühende Seitentriebe unter dem Blütenstand. Dieser trägt...
Die Mauerpfeffer-Arten sind krautige Pflanzen, die mehr oder weniger stark Wasser speichern können. Mit etwa 420 Arten ist Sedum die umfangreichste Gattung in der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Sie wachsen bodendeckend an Mauern und Felsen, sie dienen als Zierpflanzen an Trockenmauern und zur Dachbegrünung. Die alten Römer glaubten, dass Fetthennen auf dem Dach vor Blitzschlag schützen. Daraus lässt sich auch der Gattungsname Sedum ableiten, denn sedare bedeutet abhalten, beruhigen . Zu einer anderen Deutung...
Die Gattung Allium gehört zur Unterfamilie der Lauchgewächse (Allioideae) in der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Bei den Römern wurde die Bezeichnung allium zunächst nur für den Knoblauch verwendet, später wurde sie zum Gattungsnamen für alle Lauchpflanzen. Einige Arten dieser Gattung sind bekannte Gewürz- und Speisepflanzen , andere werden als Zierpflanzen genutzt. Zur ersten Gruppe gehören Schnittlauch, Bärlauch, Knoblauch, Zwiebel und Porree. Sehr beliebte Zierpflanzen sind...
Von der Schleifenblume gibt es etwa 30 Arten, die vorwiegend im Mittelmeerraum auf felsigen und steinigen Böden vorkommen. Als kleine schmucke Ziersträucher für sonnige Standorte und in Steingärten sind zwei Arten besonders interessant: die Felsen - ( Iberis saxatilis L.) und die Immergrüne Schleifenblume ( Iberis sempervirens L.), bekannt auch als Felsen- und Immergrüner Bauernsenf . Die Schleifenblumen gehören zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Linnè hat den Gattungsnamen Iberis vielleicht...
Die Gundelrebe, auch Gundermann genannt, ist eine mehrjährige und wintergrüne, krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie kriecht mit Ausläufern bis zu 1 m flach am Boden und bildet in regelmäßigen Abständen wurzelnde Knoten (vegetative Vermehrung). Die Pflanze kann so in kurzer Zeit eine geschlossene Decke bilden. Die vierkantigen, bis etwa 15 cm aufsteigenden Stängel bilden die Blütensprosse. An den Knoten befindet sich meist ein Blätterpaar oder mehrblättrige Rosetten, die...
Der Neuseelandflachs ist eine horstbildende, immergrüne Staude mit langen und schmalen, aufrechten Blättern. Es gibt von der Gattung, die zur Familie der einkeimblättrigen Affodillgewächse (Asphodelaceae), Unterfamilie Tagliliengewächse (Hemerocallidoideae) gehört, nur zwei natürliche Arten: Phormium tenax (J.R. & G. Forst.) und Phormium colensoi Le Jol. (Syn.: Ph. cookianum). Die Pflanzen sind auf Neuseeland und den Norfolk-Inseln in Sümpfen, an Hängen und Flussufern von der Küste bis ins Gebirge...
Die leuchtend violetten oder purpurnen Blütenblätter dieser Pflanze, die auch Veilchenbaum genannt wird, sind vom Frühsommer bis zum Herbst ein besonderer Schmuck für die Blumenbeete. Weil die mehrjährige Pflanze nicht frosthart ist, wird sie bei uns als Kübelpflanze gezogen und im Glashaus der Stadtgärtnerei überwintert. Die blühende Pflanze schmückt in unregelmäßigen Jahresabständen die Kurpromenade. Sie wird auch als kleinwüchsige Zimmerpflanze angeboten. Der Prinzessinnenstrauch...
