Conductus präsentiert Sonora 709 – Classic
Was macht ein Kunstwerk zeitlos? Was verleiht ihm jene Qualität, die Jahrzehnte, mitunter Jahrhunderte überdauert – unabhängig davon, wo und wann es entstanden ist? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe des Festivals Sonora, das der Verein Conductus vom 12. März bis zum 8. April mit fünf Veranstaltungen in Meran ausrichtet.
Das Thema lautet „Klassik" – verstanden nicht als Epoche, sondern als Eigenschaft: Klassisch ist, was unabhängig von Zeit und Herkunft nichts von seiner Kraft verloren hat, was im Heute noch berührt, herausfordert oder bewegt. Diesem Gedanken nähert sich das Festival auf mehreren Wegen. Seinem offenen, neugierigen Charakter getreu beleuchtet Sonora das Thema aus wechselnden Perspektiven – und lädt dazu ein, gemeinsam nach Antworten zu suchen.
Das erste Konzert, das in Verbindung mit der von Kunst Meran kuratierten Ausstellung des kubanischen Künstlers René Francisco stattfindet, ist eine Begegnung zwischen Gaston Joya, einem international tätigen Kontrabassisten und Landsmann des Künstlers der Ausstellung, und zwei Vertretern des internationalen Jazz, dem Klarinettisten Gabriele Mirabassi und dem Gitarristen Roberto Taufic, die beide begeisterte Kenner der lateinamerikanischen Musiksprachen sind. Eine neue Formation, die im Rahmen des Festivals entstanden ist, um die tiefgründigen Themen der kubanischen und karibischen Musiktradition zu erforschen.
Das Festival wird am 18. März mit einem Konzert des Ensembles Conductus fortgesetzt, das einen Weg von Bach bis zur italienischen Erstaufführung des Komponisten Vanni Moretto nachzeichnet, darunter das berühmte Konzert für Klavier und Orchester „Jeunehomme” von Mozart, das dem jungen und etablierten Luca Buratto unter der Leitung von Marcello Fera anvertraut wurde.
Ein absoluter Klassiker sind sicherlich Bachs Goldberg-Variationen, die am 23. März in einer faszinierenden Version für Streichtrio präsentiert werden, interpretiert von Federica Ragnini am Cello, Ernest Braucher an der Bratsche und Marcello Fera an der Violine.