Editorial 17/2025
Im Sommer 2025 von Eva Pföstl
Es ist bemerkenswert, wie nachhaltig ein kleines Clublokal in der Passeirer Gasse das Kulturleben einer ganzen Stadt prägen konnte. Seit 1995 entwickelte sich der ost west club est ovest zum Treffpunkt für Tausende von Menschen – ein Ort der Begegnung, des Feierns und der gelebten Kultur in all ihren Facetten. Als Quelle kreativer Impulse entfaltete der Club seine Wirkung in einer Stadt, deren konservative Stadtverwaltung damals wenig Interesse für ein offenes, parteiunabhängiges und sprachgruppenübergreifendes Jugend- und Kulturzentrum zeigte. Hier entstanden Ideen, die zu konkreten Projekten wurden und das städtische Kulturleben bereicherten und veränderten. Konflikte blieben nicht aus: Die beengte Lage, Spannungen mit der Nachbarschaft und wirtschaftliche Hürden prägten den Alltag. Dennoch wuchs der Club dynamisch zum größten Kulturverein der Stadt — und sogar des Landes. Im Juli 2024 verließ er die Passeirer Gasse und zog ins neue Vereinsgelände des Ex-Bersaglio.
In unserer Titelgeschichte erfahren Sie im Gespräch mit Stefanie Nagler, der Präsidentin des Clubs, mehr über den neuen Sitz und warum sie optimistisch in die Zukunft blickt.