Von der Leiteralm bis Nasereit
Im Sommer 2026 von Margareth Bernard
- Höhenunterschied:
- nach oben: 290 m
- nach unten: 760 m
- Gehzeit: 5:00 Stunden
- Beste Zeit: Frühjahr bis Herbst
Anfahrt: Von Mitterplars, einem Ortsteil von Algund, mit dem Sessellift nach Vellau und dort mit dem urigen Korblift in die Nähe der Leiteralm.
Wegverlauf: Unweit der Bergstation des Korbliftes befindet sich die Leiteralm (1.550 m, Einkehrmöglichkeit, kein Ruhetag). Hier wenden wir uns nach links und folgen dem Weg Nr. 24 (= Meraner Höhenweg), auf dem wir zuerst etwas steil bergwärts steigen und dann nahezu eben durch Waldhänge, mehrere Gräben und über die spektakuläre Spannbandbrücke zum Hochganghaus (1.839 m, Einkehrmöglichkeit, kein Ruhetag; ab Leiteralm 1½ Stunden) gelangen. Wir bleiben auf dem Weg Nr. 24 und gelangen nach 20 Minuten zur nicht bewirtschafteten Goidner-Alm und die Steilhänge unter dem Tschigat querend zur Tablander Alm (1.788 m, Einkehrmöglichkeit, kein Ruhetag; ab Hochganghaus 1½ Stunden). Auf dem Weg Nr. 24 erreichen wir leicht absteigend das Schutzhaus Nasereit (1.523 m, Einkehrmöglichkeit, kein Ruhetag; ab Tablander Alm knapp 1 Stunde). Wir wandern kurz auf dem breiten Zufahrtsweg abwärts und steigen dann auf dem schmalen, meist steilen Fußweg Nr. 8 und später Nr. 8A durch Wald und Wiesen das Zieltal hinunter zum Gasthof Wasserfall (1.073 m, Einkehrmöglichkeit, Samstag Ruhetag; ab Nasereit knapp 1 Stunde). In wenigen Minuten kann man vom Gasthof den Partschinser Wasserfall erreichen. Mit dem Bus Nr. 265 erreichen wir Partschins. Dort steigen wir um in den Bus Nr. 213 nach Meran, mit dem wir zur Talstation des Sesselliftes in Oberplars gelangen.
Orientierung und Schwierigkeit: Die Wege sind gut markiert und beschildert. Die Wanderung ist für Geübte nicht schwierig, zwischen dem Hochganghaus und der Tablander Alm ist der Steig allerdings stellenweise sehr schmal und ausgesetzt, aber gesichert.
Besonderheiten: Diese Wanderung ist – bis auf den Abstieg zum Wasserfall – Teil des 90 km langen Meraner Höhenweges, der die Texelgruppe umrundet. Die berühmteste Attraktion im Naturpark Texelgruppe ist der Partschinser Wasserfall. Er zählt zu den eindrucksvollsten Wasserfällen des gesamten Alpenraumes. Der wasserreiche Zielbach schießt mehrere Meter über eine Felswand hinaus und stürzt dann 97 m in die Tiefe.
Das 1910 erbaute Hochganghaus wird seit 1995 von den Besitzern bewirtschaftet. Seit 2010 steht neben dem denkmalgeschützten alten Schutzhaus ein neues Haus.
Das neue Schutzhaus Nasereit befindet sich im unteren Zieltal; im Jahre 2014 wurde die alte Hütte durch einen Holzbau ersetzt. Das Schutzhaus wurde bereits 1880 erstmals schriftlich als Wirtshaus erwähnt und war früher ein Hof. Es ist heute im Besitz der Interessentschaft Zieltal, der 103 Partschinser Bauern angehören.
Vom Aussichtspunkt Hohe Wiege (mit Wetterkreuz) und an vielen anderen Stellen des Höhenweges schweift der Blick vom Hirzer und Ifinger über Meran und das Etschtal bis zum Gantkofel und weiter nach Westen in den Vinschgau.





