Kleearten mit purpurroten Blütenköpfen
Trifolium L.
Im Frühling 2025 von Dr. Wilhelm Mair
Die Gattung Trifolium umfasst etwa 245 Arten und gehört zur Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Als Klee werden im Sprachgebrauch allerdings nicht nur Arten dieser Gattung bezeichnet, sondern auch Arten aus nahe verwandten Gattungen, z.B.
Sauerklee, Hornklee, Wundklee. Charakteristische Merkmale der Gattung sind die dreifiedrigen Blätter und kopfigen Blütenstände. Der Wiesenklee ist als Futterpflanze schon seit dem 4. Jh. bekannt; wegen der Fähigkeit, in Symbiose mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff zu binden, sind der Blutklee und der Wiesenklee (wie die meisten Kleearten) wichtig für die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, auch werden sie wegen des schnellen Wachstums und des hohen Proteingehalts zur Futtergewinnung genutzt; der Purpurklee hat auch einen großen Zierwert. Sie bieten den bestäubenden Insekten mit Nektar und Pollen auch reichlich Nahrung. Die angeführten Arten sind in Südtirol heimisch und von der Ebene bis in montane Lagen vertreten.
Trifolium bedeutet drei Blätter und bezieht sich auf die Blattform; rubens und incarnatum geben die Blütenfarbe wieder; pratense verweist auf den Standort.
Der Purpur-Klee (Trifolium rubens L.), der wegen des langen Blütenstandes und der zottig behaarten Kelchzähne auch Fuchsschwanz-Klee genannt wird, ist bei uns in seinem Bestand zwar bedroht, die Pflanze ist aber nicht geschützt.
Die sommergrüne, horstige Staude erreicht Wuchshöhen bis etwa 60 cm. Der aufrechte, kahle Stängel entspringt einer Pfahlwurzel und trägt dreiteilige Blätter mit länglichen Teilblättchen, die am Rande fein gezähnt sind. An der Spitze trägt er einen eiförmig-walzenförmigen Blütenstand mit vielen purpurroten Schmetterlingsblüten. Die Blütenkelchröhre ist außen kahl, die Kelchzähne sind aber auffallend zottig behaart. Von der Pflanze sind ein paar Sorten bekannt, die als Zierpflanzen verwendet werden.
Der oben beschriebenen Art wegen der länglich-walzenförmige Blütenköpfe ähnlich ist der Blut-Klee (Trifolium incarnatum L.), auch Inkarnat- und Rosenklee genannt. Es gibt einige Merkmale, an denen man die Arten unterscheiden kann: Der behaarte Stängel des Blut-Klees entspringt ebenfalls einer Pfahlwurzel und trägt lang gestielte Blätter mit drei rundlichen Blättchen. Die behaarte Blütenkelchröhre ist mit mehr oder weniger gleich langen Zähnen ausgestattet, während beim Purpur-Klee nur ein Kelchzahn besonders lang ist.